2013

Platz 7 beim New York-Marathon

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Drei Tage ist der Marathon in New York jetzt her und ...

ich bin immer noch überwältigt von den ganzen Eindrücken der letzten Tage und manchmal habe ich schon das Gefühl, dass ich das gar nicht selber war, die dort gelaufen ist und  überraschend Siebte in einem absoluten Weltklassefeld geworden ist.

Ganz ehrlich, es war nicht einfach für mich, mich nach meinem WM-Debakel in Moskau wieder aufzuraffen, neu zu motivieren und wieder voll auf das Training für New York zu konzentrieren. 10 Wochen hatten mein Trainer Pit und ich Zeit New York vorzubereiten und es war mal wieder eine schwierige Aufgabe…

Schwierig deshalb, da ich mich auf der nicht einfachen Strecke für die Europameisterschaften 2014 in Zürich qualifizieren musste und wollte! In Amerika wird aber auch ohne Pacemaker gelaufen und die Frauen starten 30 Minuten vor den Männern, somit wird auch ausgeschlossen, dass wir Frauen uns die ganze Zeit hinter den Männern im Windschatten verstecken können. Im Hinblick auf ein Meisterschaftsrennen, wo die Frauen ja auch alleine auf die Strecke geschickt werden, sehr gut, aber im Hinblick auf eine gute Zeit natürlich schwieriger je nach Rennverlauf und Wetterbedingungen. Mit dem schwierigen Streckenprofil ist New York generell auch keine Weltrekordstrecke, aber im Hinblick auf die Stimmung an der Strecke gehören sie mit nach ganz oben in der Riege der Marathons.

Die Vorbereitung lief aber gut und ich versuchte diesmal voll und ganz meinem Trainer zu vertrauen und genau das abzuarbeiten, was er mir auf den Plan schrieb. Ich gebe zu, oft habe ich gefragt, ist das jetzt nicht zu hart und manchmal sagte ich, wir müssen mehr machen und hier und da…! Aber irgendwann sagte ich mir, jetzt habe doch einfach mal Vertrauen in seine Arbeit und in Dich! Sollte es dann nicht so laufen, wie erhofft, dann kann man es immer noch nach dem Rennen klären, was gefehlt hat! So war schon die Vorbereitung für mich ein Balance-Akt „Geduld“ und positives Denken zu üben. Aber es funktionierte.

Wie immer macht man sich ja vorher Gedanken darüber, wie wohl das Wetter werden würde. Dann fragt man bei seinen Konkurrentinnen, was sie laufen wollen, welche Taktik sie haben! Aber das kann man sich auch sparen, es kommt doch immer anders als man denkt und so war es auch. Einen Tag vorm Start wussten wir genau, der Wind kommt von Norden und 90 Prozent der Strecke, die von Staten Island Richtung Manhattan führt geht Richtung Norden. Also sollten wir den Wind die meiste Zeit im Gesicht haben und der Wind hatte es mit bis zu 25 Km/h ganz schön in sich. Der Renndirektor David Monti versuchte uns in der technischen Besprechung am Samstag noch zu beruhigen, dass der Gegenwind, den wir beim Überqueren der „Verrazano-Narrows Bridge“ spüren würden, nicht der Wind sein würde, den wir auf der Strecke spüren würden. Er hat Recht behalten, aber der Wind war schon der Hammer. Einen Tag vorher studierte ich noch die Startliste und versuchte mir irgendwie auszurechnen, welche der Konkurrentinnen ich schlagen könnte und welche nicht! Bei dieser Rechnung hatte ich gar nicht so falsch gelegen. 9 Mädels hatte ich auf jeden Fall auf meiner Rechnung, die vor mir sein würden und hatte mir im allerbesten Falle einen 10ten Platz ausgerechnet, wenn alles gut laufen würde und nicht noch eine Athletin überraschen würde. Aber irgendwann schlug ich die Startliste auch zu und dachte mir… Jetzt renn einfach und dann sehen wir weiter! Ich will es nicht genau wissen, aber in der Nacht vor dem Rennen habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen. Ich konnte nicht einschlafen, obwohl ich hundemüde war. Ich schaute nicht auf die Uhr um nicht noch nervöser zu werden… Und zu guter Letzt fingen irgendwann dann auch noch meine Oberschenkel an, weh zu tun! So was hatte ich noch nie erlebt! War das vielleicht die Saltin-Diät, die ich zwei Tage vor der Abreise nach New York in abgespeckter Form gemacht hatte  oder war das mal wieder der Kopf? Bestimmt! Ich redete mir ein, dass die Beine einfach wehtaten, weil sie endlich laufen wollten. Ich wollte keinen negativen Gedanken Platz machen. Aber ganz ehrlich, ich hatte schon wieder Bauchschmerzen und dachte, soll ich jetzt schon wieder Pech haben??? Oh Mann, was ist das!? Morgen gehen die Beine wieder bei 35 Km zu und nix geht mehr! Erinnerungen kamen hoch, als ich 2011 beim Frankfurt-Marathon noch bis Km 35 auf einem Kurs von 2:25 lag und dann auf einmal die Beine nichts mehr machen wollten und ich auf den letzten 7Km 3 Minuten verlor und im Ziel saft-und kraftlos zusammensackte. Ich versuchte schnell wieder positiv zu denken und irgendwann fand ich anscheinend dann doch meine Ruhe und wenn es nur eine halbe Stunde war, aber als ich vom Wecker wach wurde, war ich wie erschlagen. Aber die letzten Nächte hatte ich ja gut geschlafen und vor allem auch die vorletzte Nacht und das ist ja bekanntlich die Wichtigste. Also wieder positiv denken. Hey sagte ich mir:“ Du darfst heute beim New York-Marathon laufen, das bleibt für viele Menschen nur ein Traum in ihrem Leben, also jetzt reiß dich am Riemen und freue dich drauf!“ Um 6:30 Uhr wurden wir in 6 Bussen Richtung Staten Island gefahren und ich hatte schon Tränen in den Augen, als ich mich von meinem Freund und meinem Manager verabschieden musste und wir uns erst wieder im Ziel sehen würden. Irgendwie komisch! Ich war überwältigt als ich die Verrazano-Bridge sah und dachte „Ach herrje, da müssen wir gleich erst mal hoch laufen“. Dann ging alles schnell, der Startschuss fiel pünktlich um 9:10 Uhr und wir setzen uns in Bewegung. Ja, so kann man es nennen! Außer Buzunesh Deba und der späteren Achten Tigist Tufa Demisse, die sich direkt vom Hauptfeld absetzten, liefen wir ein Dauerlauf-Tempo die Brücke hoch und niemand wollte Tempo machen. Und ich hatte mir vorher geschworen, diesmal bleibst Du beim Hauptfeld, versucht so oft im Windschatten zu laufen, wie es geht und reagierst nur, wenn was passiert. Beim Boston-Marathon hatte ich schon den Fehler gemacht, zu glauben, ich könnte auf einem welligen Kurs mit Gegenwind eine Bestzeit alleine laufen. Irgendwann muss man ja mal aus seinen Fehlern lernen. Dass wir aber die 5Km-Marke nur in knapp 19 Minuten überquerten machte mich doch etwas unruhig und ich dachte, was soll das jetzt werden. Der Wind war aber so stark und es war echt eine Wohltat, dass unsere Gruppe so groß war und ich mich immer wieder verstecken konnte. Die 1oKm-Marke passierten wir in 36:54 Minuten, dass beruhigte mich schon etwas mehr, da wir jetzt einen guten Laufrhythmus gefunden hatten und wenigstens ein bisschen schneller. Heute wurde meine Geduld echt auf die Probe gestellt und das braucht man ja „leider“ für einen Marathon. Bis zur Halbmarathon-Marke konzentrierte ich mich auch eigentlich nur darauf schön dranzubleiben, die Stimmung zu genießen und einfach nur mit zu schwimmen. Übrigens war die Stimmung der absolute Hammer, so eine Lautstärke am Rande eines Rennens habe ich echt noch nicht erlebt. Einmal habe ich mir fast die Ohren zuhalten müssen. Wahnsinn! Bei KM 15 kam ich leider nicht an meine Flasche ran, so dass ich die Amerikanerin Amy Hastings fragte, ob ich was von ihr trinken könne. Sie half mir direkt aus, was ich super nett fand. Kurz vor Km 20 lief ich dann etwas vorm Feld um beim nächsten Mal auch sicher an meine Flasche zu kommen. Ich hatte Kamillen-Tee mit Honig und einer Prise Salz gemischt und damit bin ich super zurechtgekommen. Ab Km 30 habe ich dann Red Bull mit Wasser gemischt und das war auch die richtige Entscheidung. Das erste Mal, dass ich wieder anfing den Kopf einzuschalten war als wir auf der Pulaski Bridge die Halbmarathon-Marke erreichten. 1:16:04  stand auf der Uhr! „Oh no“, dachte ich, jetzt sind noch so viele Mädels in der Gruppe, die schwierigere zweite Hälfte steht jetzt bevor und die Norm für die Europameisterschaften ist 2:31:30 Minuten. Mir ging schon die Schlagzeile durch den Kopf“ Mockenhaupt verfehlt EM-Norm in New York! „Warum musste ich auch wieder in New York laufen? Schwierige Strecke und ohne Pacemaker!“ schnellte es mir durch den Kopf, aber schnell versuchte ich wieder positiv zu denken und sagte mir:“ Denk an eine Top-Platzierung hier und konzentriere Dich“! So langsam spürte ich auch schon die Nervosität bei den anderen Mädels und es wurde unruhiger. Und dann kam sie, die entscheidende Wende im Rennen…es ging die Qeensboro Bridge hinauf. Ich wählte ein ruhigeres Tempo und lies die Mädels erst mal laufen. Hier trennte sich die Spreu vom Weizen und die große Gruppe zerfiel im Nu. Christelle Daunay, Valeria Straneo,  Edna Kiplagat, Kim Smith , Jelena Prokopcuka, Diane Nukuri-Johnson und Priscah Jeptoo waren enteilt. Ich rechnete kurz, auf welchem Platz ich war und sagte mir:“ Ok, die Zeit kannst Du schon mal abhaken, aber Platz 10 in New York wäre ja trotzdem super, jetzt musst Du Dich nur noch durch kämpfen. Als wir dann auf die First Avenue einbogen und von den Menschenmassen förmlich angepeitscht wurden, sagte ich mir: “Nein, du kannst noch mehr kämpfen, da geht noch was!“ Ungefähr 30 Meter vor mir liefen jetzt Smith und Nukuri-Johnson auch alleine und versuchten sich gegenseitig Windschatten zu geben. Ich hatte nur ein Ziel…Irgendwie musste ich an die Beiden heran kommen, damit ich auch nochmal im Windschatten laufen konnte. Es dauerte dann bis Km 30 bis ich endlich wieder an die  zwei herangelaufen war. Den letzten 5Km-Abschnitt hatte ich dann überraschend in 16:41 Minuten zurückgelegt und diese Tempoverschärfung merkte ich schon. Kurz dachte ich an meine Beine, aber sie fühlten sich zu meiner Überraschung trotzdem noch gut an, also sagte ich mir wieder:“ Nicht denken, weiterlaufen!“. Gemeinsam pushten wir uns nun durch die Bronx und ich merkte, dass die anderen auch müde waren. Insgeheim hoffte ich auch, dass wir noch an die Gruppe mit der späteren Dritten Prokopcuka, der Vizeweltmeisterin Straneo und Christelle Daunay, die sogar noch alle 5 Jahre älter als ich sind herankommen würden. Jedoch auch sie begannen jetzt  um die Plätze zu kämpfen und die amtierende Weltmeisterin Edna Kiplagat musste abreisen lassen! Wow, dachte ich, die bekommen wir auf jeden Fall. Noch vor der Madison Avenue Bridge, die wieder aus der Bronx Richtung Manhattan führt, konnten wir Edna einholen und hinter uns lassen! Wow, wieder ein Platz besser. Es geht ja doch. Auch Diane wurde müde und ich merkte, dass ihr Schritt nicht mehr rund war und ganz ehrlich, ich wollte Diane gerne hinter mir lassen, da sie mich in Boston einen Kilometer vorm Ziel überholt hatte und ich nicht mehr in der Lage war Gegenwehr zu leisten oder mit ihr zu laufen. Außerhalb des Renngeschehens verstehen wir uns aber super. Aber Wettkampf ist Wettkampf! Ich schaffte es auch ihr zu enteilen und war jetzt mit Kim Smith unterwegs. Natürlich wollte jetzt keiner mehr dem anderen Windschatten geben und so lief sie links und ich rechts auf der Straße Richtung Central Park hoch. Jetzt merkte ich natürlich auch meine Beine und zu gerne hätte ich mal hinter mich geschaut, wie weit der Abstand mittlerweile zu den anderen Mädels  war. Aber nein, ich verbot es mir regelrecht nach hinten zu schauen, da es ein Zeichen von Schwäche ist und den Läufer hinter einem doch noch mal einen Motivationsschub geben könnte. Irgendwann konnte ich auch an den Anfeuerungsrufen der Zuschauer erkennen, dass die Konkurrentinnen hinter mir doch schon weiter weg sein müssten. Kim Smith gab alles und ich kam nicht mehr an sie ran, aber es tat gut, eine Konkurrentin zu sehen und sich innerlich an sie heranzubeißen. Ab KM 35 hatte ich auch realisiert, dass ich noch eine Zeit unter 2:30 laufen könnte und so machte sich zum ersten Mal Glück in meinem Kämpferherz breit und ich versuchte auch die Anstiege im Central Park anzunehmen und bis auf`s Letzte zu beißen. Ich kämpfte innerlich gegen die vielen Kritiker, die mir solch ein Rennen in New York, bestimmt nicht zugetraut hätten. Die letzten 2,2 Km bis zum Ziel gehen dann nochmals leicht hoch und der Gegenwind zeigte sich wieder von seiner besten Seite, aber die Zuschauer am Rand, wo ich auch einige deutsche Stimmen hören konnte trugen einen förmlich Richtung Ziel und es machte sich ein Lächeln auf meinen Lippen breit, was ich bis zum Ziel nicht mehr verlor! Die größte Belohnung war dann noch, dass ich 200m vor Schluss die lange auf Platz zwei laufende Tigist Tufa Demisse einholen konnte und somit noch auf einen siebten Platz vorrücken konnte. Waaaahnsinn! Im Ziel sackte ich direkt auf dem Boden und küsste instinktiv den Boden! Es war einfach ein tolles Erlebnis für mich.

Abschließend kann ich sagen, es war genau die richtige Entscheidung mit New York! Es war eine sehr große Herausforderung und ich habe es endlich nochmal meinen Kritikern gezeigt.  Was aber viel entscheidender an der Sache ist, ich konnte endlich noch mal meinen Selbstzweifeln davon laufen und habe gemerkt, dass ich es noch kann. Ich bin nicht nur Trainings-Weltmeisterin, nein, ich kann es auch Im Wettkampf. Ich habe es auch geschafft meine negativen Gedanken sofort in positive Gedanken umzuwandeln. Vielleicht hat mir da auch das große Lesebuch des positiven Denkens mit dem Titel „Glück ist kein Zufall“ geholfen. Mir ist zum ersten Mal aufgefallen, dass ich mir immer gesagt habe, „Jetzt sind es nur noch 15, 10 oder 5Km…!“ und nicht „Jetzt muss ich noch…!“  Am Ende ist es egal, da ich jetzt endlich noch mal ganz viele positive Eindrücke sammeln konnte und die werden jetzt erst nochmal helfen. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Marathon, denn eine richtige Marathonläuferin bin ich immer noch nicht, aber auf einem sehr guten Weg dorthin! In diese Riege würde ich eher allesamt die drei Europäerinnen, die noch vor mir waren, sehen. Sie sind, wie schon gesagt, alle mindestens 5 Jahre älter als ich und das lässt mich hoffen. Aber ich konnte lange in New York auf Augenhöhe mit ihnen laufen, und ich konnte lernen, dass sich Geduld am Ende auszahlt und ein Marathon auch wirklich erst nach 42,195 Km zu Ende ist.

In diesem Sinne

Eure Mocki

 

Deutsche Meisterin 10 Km Straße

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Am 21.9.2013 konnte ich im beschaulichen Bobingen, in der Nähe von Augsburg meinen Titel über 10Km auf der Straße

souverän mit fast zwei Minuten Vorsprung vor Corinna Harrer von der LG Telis Finanz Regensburg verteidigen! Das „Coco“ so weit hinter mir war, liegt aber eher daran, dass sie jetzt erst wieder mit dem Aufbau für die neue Saison begonnen hat.

Mir ging es gestern auch gar nicht darum, wie weit würde ich vor den anderen sein. Nein, mir ging es darum, meinen Ausstieg von der WM von Moskau zu verarbeiten! Und ganz ehrlich, das ist ein langer Prozess und nicht immer so einfach wie es erscheint! Aber der Reihe nach…

Ich befinde mich ja gerade voll in der Vorbereitung auf meinen Herbstmarathon in New York und die 10Km-Meisterschaft hatten wir vor der WM nicht in unserem Trainingsplan eingeplant! Vielmehr wollten wir nach der Militär-EM, die ich letzte Woche über 5000m in Warendorf gewinnen konnte, einen intensiven Trainingsblock im Bundesleistungszentrum in Kienbaum einbauen. Nach meinem Ausstieg war mir aber klar, ich brauche schnell ein Rennen über 10Km um meinen Ausstieg zu verarbeiten!  Ja, ich brauche ein kleines Erfolgserlebnis! Es ist mittlerweile der 37te Deutsche Meistertitel und man könnte meinen, ich würde mich nicht mehr darüber freuen oder es als selbstverständlich ansehen! Nein, jeder Meistertitel hat seine eigene Geschichte und gehört dazu und muss auch erst mal erlaufen werden. Und wie gesagt, nur wer am Start steht, kann ihn auch gewinnen, bzw. verteidigen. Ich hatte auch meinen Trainer gesagt, dass ich mich in Kienbaum schwarz ärgern würde, wenn wir einen Tempodauerlauf machen und ich dann höre, dass der Titel in der Durchgangszeit über 10Km weggehen würde, welche ich dann alleine im Training gelaufen wäre. So zogen wir also das Training bis zur Militär-EM durch und nahmen erst in der letzten Woche im Training raus, um etwas Frische in die Beine zu bekommen. Meiner Meinung nach sind auch bestimmte Wettkämpfe viel gewinnbringender für die Weiterentwicklung als immer nur vor sich alleine her zu trainieren.

Kienbaum war aber gebucht und es war auch wichtig, dass ich mich dort mit meinem Trainer traf, da wir doch einiges zu besprechen hatten und es immer besser ist, man sieht sich auch mal im Training, als wenn man alles am Telefon beredet. Also buchte ich kurzerhand zwei Flüge von Berlin nach München und mein Vater holte uns gemeinsam mit meinem Bruder Markus am Freitagmittag am Flughafen in München ab und dann ging es noch ca.  90 Km in Richtung Bobingen und gestern Abend flogen wir dann gegen 19:45 Uhr nach Berlin wieder zurück und waren gegen 23 Uhr wieder in Kienbaum und auch mein Vater und mein Bruder waren unterdessen wieder in meiner Heimat Siegen angekommen! Ein ganz schöner und logistischer Kraftakt, der sich aber gelohnt hat und wichtig war. Denn gestern im Rennen habe ich nicht nur einmal an den Ausstieg bei der WM gedacht.

Ja, was hatte ich mir vorgenommen…? Natürlich zu gewinnen, aber ich wusste, dass Corinna noch nicht richtig fit war und sonst hatte ich niemanden auf der Rechnung, der mir den Sieg streitig hätte machen können. Also hatte man schon einen gewissen Anspruch an die Zeit! Ich weiß, dass ich nach wie vor sehr fit bin und meine Formkurve wieder nach oben steigt! Letzte Woche konnte ich aus dem vollen Training 15:58 Minuten über 5000m laufen und dort bin ich eher taktisch gelaufen. Mit meinem Trainingspartner aus Siegen hatte ich auch über eine Zeit gesprochen und gerne wären wir beide nochmals unter der magischen 32-Minuten-Marke geblieben. Natürlich wusste ich aber, dass das alleine sehr schwer werden würde und mal wieder ein zu hochgestecktes Ziel. Die Strecke in Bobingen war zwar jetzt nicht die Langsamste, aber wahrlich auch keine Rennpiste. Ich fände es auch gut, wenn die Frauen mit den Männern starten würden, dann wäre es vorne nicht immer ein einsames Rennen gegen die Uhr! Naja, kann man nichts machen! Da musste ich durch und zwar ab 500m nach dem Startschuss auch alleine, denn keine konnte mir folgen. Die 5Km ging ich in 16:09 Minuten durch und spätestens jetzt fing mein Kopfkino wieder an zu arbeiten! Schade, es wird schwer mit einer Zeit unter 32 Minuten und nicht nur schwer, sondern unmöglich, da es auch unterwegs teilweise windig war und die wellige Strecke, wie gesagt, seine Tücken hatte. Ich nahm ein Wohlfühltempo an, was mich natürlich anstrengte, aber jetzt nicht mehr so intensiv war, wie anfangs, da ich ja mein Ziel unter 32 Minuten zu laufen, nicht mehr schaffen würde. Ich pendelte mich bei Kilometer-Abschnitten um 3:17 Min/km ein und hielt dieses Tempo dann auch bis ins Ziel bei, wo ich dann für die zweite Hälfte 16:25 Minuten benötigte. Da hat mein Bruder Markus sein Rennen schon deutlich besser eingeteilt! Er kam auf eine Zeit von 33:07 Minuten, wo er die ersten 5Km in 16:40 Minuten absolvierte und dann „nur“ noch 16:27 Minuten für die zweite Hälfte drauf packte. Mein Trainingskollege aus Siegen ist leider ausgestiegen, da ihm, wie mir, ab Km 6 die Zeiten entgegen kamen und er realisieren musste, dass er es auch nicht unter 32 Minuten schaffen würde! Ja und da sind wir leider wieder beim Thema Ausstieg, was übrigens gestern ganz vielen wiederfahren ist.  Gestern Abend bin ich dann nochmal ganz viele meiner Ausstiege im Kopf durchgegangen und meistens oder eigentlich immer ist man ausgestiegen, wenn man ein bestimmtes Zeitziel vor Augen hatte, was man im Vorfeld nicht den äußeren Bedingungen, den Streckenverhältnissen oder gar dem Rennverlauf angepasst hat. Irgendwann wird es ja immer schwer, aber dann noch schwerer, wenn man nicht das realisiert, was man meint, was man könnte! Auch ich war gestern ab Km 7 wieder in der Phase, wo es noch eine lange harte letzte Runde werden würde und ich wusste, Du musst Dich jetzt durchbeißen, auch wenn die Zeit nicht das ist, was Du kannst und was Du Dir vorgenommen hast. Und als der Moderator eingangs der letzten Runde sagte, jetzt hat sie „nur“ noch 2200 m zu absolvieren, da war mir bewusst, das waren genau die 2200m, die ich noch hätte absolvieren müssen,  als ich bei der WM in Moskau ausgestiegen bin! Diese 2200m waren gestern die härtesten 2200m in diesem Jahr, aber ich habe sie geschafft und war nachher glücklich im Ziel und nach ein paar Minuten auch glücklich mit der Zeit von 32:34 Minuten im Alleingang. Es war die richtige Entscheidung in Bobingen zu laufen und mit dieser positiven Energie starte ich den nächsten harten Trainingsblock für New York und um dort mein Ziel die EM-Norm von 2:31:30 Minuten abzuhaken. Das ist natürlich auch wieder ein Zeitziel, aber dennoch auch auf der nicht einfachen Strecke von New York ein realistisches. Der letzte Zwischenstopp vor New York wird der Halbmarathon in Köln sein, der am 13.10.13 stattfindet! Ich freue mich auf Köln und alle „Jecken“, die wieder mitlaufen! Das Ziel liegt je endlich wieder am Kölner Dom und darauf freue ich mich jetzt schon am meisten!

Bis dahin

Eure Mocki

 

 

Wm Moskau

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Auch zwei Tage nach meinem Ausstieg beim 10000m-Finale bei der WM bin ich immer

noch sprachlos und kann man meine Enttäuschung nicht ansatzweiße in Worte fassen!

Bei der WM 2003 in Paris  habe ich dasselbe durchlebt. Dort war es aber als 22-Jährige mein erster großer internationaler Einsatz, vorher war ich noch nie unter 32 Minuten gelaufen und ich trudelte schon nach  zwei Runden weit hinter dem Feld her und wusste nicht, was mir geschah! Dort gab ich das Rennen nach 5500m völlig niedergeschlagen auf, da ich auch einfach noch nicht körperlich in der Lage war auf dieser großen Leichtathletik-Bühne zu balancieren. Ich kann mich an diesen Moment noch genau erinnern! Meine Eltern waren enttäuscht, mein Trainer und ich als Athlet noch viel mehr! Zum ersten Mal erlebte ich, wie scheiße es ist, ein Rennen nicht zu Ende zu bringen! Es sollte aber auch nicht beim letzten Mal bleiben…Die Menschen, die mich und meine Karriere schon länger begleiten, wissen, dass daraus ein kleines Trauma entstand und ich noch öfters vorzeitig neben der Bahn stand, als ich mich durchs Ziel zu kämpfen. Und danach, jedes Mal die gleichen Szenarien…man überlegte:“ Was hätte ich laufen können, wenn, was wäre, wenn…?“ Fragen über Fragen, die man eh nicht beantworten konnte, da man in diesem kurzen schwachen Moment die Zukunft ja in einer andere Richtung gelenkt hatte und jetzt damit fertig werden musste und nicht mit der Überlegung, ob man falsch trainiert hätte und so weiter! Es galt einen Ausstieg zu verarbeiten und sich darüber zu ärgern. Ich ging jedes Mal anders damit um und gefühlt hat es immer noch länger gedauert, sich von dem Rennen zu erholen als wenn man auf dem Zahnfleisch ins Ziel gekommen wäre. Irgendwann wandelte ich aber zum Glück diese Erlebnisse in positive Energie um! Jedes Mal, wenn es in den darauffolgenden Rennen schwer wurde und ich ans Aufgeben dachte, stellte ich mir vor, dass es mir noch mieser gehen würde, wenn ich jetzt das Rennen nicht zu Ende bringen würde!  Das körperliche Scheitern kann man noch mit einer schlechten Vorbereitung, mit einer falschen Taktik oder mit „Es war halt nicht mein Tag!“ erklären, aber das Scheitern im Kopf, das kann man keinem erklären, das kann keiner verstehen und man selber noch am wenigsten.

Diesmal war eigentlich alles perfekt! Die 5 Wochen nach den Deutschen Meisterschaften konnte ich noch eine große Schippe im drauflegen und schaffte es endlich noch mal mit meinem neuen Trainer und neuen Trainingsreizen eine Form im Training zu erreichen, wo ich die letzten drei Jahre schon gedacht hatte, da werde ich nie mehr hinkommen. Ich war entspannt, reiste entspannt in Moskau an und freute mich redlich auf meinen WM-Auftritt! Ich wollte alle überraschen und zeigen, dass ich die letzten Wochen gut gearbeitet hatte und es richtig war, dass mich der Verband aufgrund der Norm aus dem letzten Jahr für diese WM nominiert hatte. Ich hatte mein Einzelzimmer bis zum Wettkampf, konnte super schlafen und bereitete auch keinen Stress, wie so oft, in meinem direkten Umfeld! Die einzige Unruhe die ich hatte, war das Wetter! Ich laufe ungern bei hohen Temperaturen, aber auch da fand ich eine Antwort und sagte mir, das haben die anderen auch! Als ich mich abends um 18Uhr mit meinem Bundestrainer auf den Weg machte, sagte auch er, heute ist Dein Tag! Ja, das dachte ich mir auch und freute mich! Am Einlaufplatz angekommen bekam ich kurz Kreislaufprobleme, da es doch wärmer war als gedacht und ich nur morgens mal den Weg nach draußen gefunden hatte und mich bis dahin im klimatisierten Hotel aufgehalten hatte! Aber jetzt nicht nervös werden, ich bekam Eisbeutel und schnell ging es mir besser! Ganz locker lief ich ein,  um mir alle Kräfte für`s Rennen aufzuheben. Ich wusste auch schon, was ich im Zielinterview sagen wollte! Ich hatte mir alles für einen erfolgreichen Abend zurechtgelegt! Auch die Klamotte für eine kleine Party lag schon im Hotel bereit. Nicht einen Moment hatte ich daran gedacht, ich würde scheitern. Dadurch, dass nach meinem Rennen das 100m-Finale mit Usain Bolt anstand, war auch das Stadion an diesem Abend gefüllt und die Stimmung gut! Vorher hatte mein Trainer mir noch gesagt, dass ich mich anfangs des Rennens unauffällig verhalten und erst mal schauen sollte, wo ich mich einordne! Nur das Rennen nicht zu schnell beginnen. Am besten gefahren war ich bisher immer mit meiner Taktik, das Feld von hinten aufzurollen. Das macht Spaß und erst recht, wenn man andere überholen kann! Im Grunde bin ich ja ein alter Hase und weiß zu gut, wie man ein Rennen richtig einteilt… Könnte man meinen, oder?! Der Startschuss fiel und alle guten Vorsätze waren nach 200m hinüber! Die Bahn schien schnell zu sein und ich lief hinter der Amerikanerin Shalane Flanagan her und war nicht unauffällig hinten, sondern an Platz 2 zu finden. So nach und nach passierten mich aber die Top-Favoritinnen um die spätere Siegerin Tirunesh Dibaba und ich befand mich dann im Schlepptau der Spitzengruppe! Es war immer noch sehr heiß im Stadion, also eigentlich keine Bedingungen um eine Bestzeit zu laufen! Den ersten Km passierte ich in 3:07 Minuten! Aua, etwas zu schnell, aber ich konnte wenigstens im Windschatten laufen, da sich ein extrem böiger Wind im Stadion breit machte. Ich schaute zwischendurch oben auf die TV-Leinwände, aber dort konnte ich nur die Spitzengruppe des Laufes sehen und nicht wie viel Abstand zu den Läuferinnen hinter uns war. Kilometer 2 passierte ich ungefähr in 6:12 Minuten, immer noch zu schnell, aber heute war ja mein großer Tag! Jetzt war ich direkt hinter einer Läuferin aus Uganda, die schon etwas aus der Spitzengruppe abfiel! Das kam mir gerade recht, da es ja noch 8Km zu laufen gab. Sie hatte aber eine deutlich schlechtere Vorleistung als ich und hatte sich anscheinend jetzt schon übernommen. Bis Km 3, in 9:20 Minuten immer noch zu schnell, kamen wir gemeinsam und dann musste ich sie passieren, da sie extrem langsamer wurde. Jetzt merkte ich erst mal richtig den schweren Gegenwind und merkte auch, dass es noch lange 7Km werden würden, wenn ich jetzt ganz alleine laufen müsste. Ich fing schon an hinter mich zu schauen, da ich unsicher war, ob ich das jetzt alleine durchstehen könnte! Erste Zweifel machten sich breit! Oh no! Das Anfangstempo war zu hoch gewesen und hatte mich schon einige Körner gekostet. Ich lief langsamer und drosselte extrem das Tempo, um auf die nächsten Läuferinnen hinter mir zu warten! Es passierte mich die Amerikanerin Jordan Hassay und ich reihte mich dann hinter ihr ein! Das war gut und fühlte sich gut an! Aber ich war ja bei einer WM und es hieß zu kämpfen und sich nicht wohlzufühlen und vorne sah man, dass die Spitzengruppe langsam auseinander fiel und eine Äthiopierin ihre Probleme hatte zu folgen und langsamer wurde. Ich überlegte nicht lange und machte mich wieder alleine gegen den Wind auf den Weg zu meinem bisher größten Erfolg und wollte versuchen an die Äthiopierin ranzukommen um noch einen Platz gut zu machen! Aber es war hart alleine gegen den Wind und immer mehr Zweifel über meine Taktik machten sich in meinem Kopf breit. Km 5 passierte ich dann schon in 15:48 Minuten, deutlich langsamer, aber immer noch unter einer Zeit von 31:40 Minuten! Im Vorfeld hatte ich mit meinem Trainer „Pit“  aufgrund des Trainings gemutmaßt, dass ich bei optimalen Bedingungen eine Zeit um die 31:20 Minuten und schneller laufen könnte! Aber es waren ja keine optimalen Bedingungen und das wusste ich eigentlich auch schon vorher. Warum bin ich nur so blöd und übermütig angelaufen? Schnell versuchte ich meine schlechten Gedanken zu vertreiben und lief weiter. Hinter mir hörte ich aber das Atmen einer Läuferin und mir kam der Gedanke, dass  sie in meinem Windschatten läuft und ich hier die Arbeit machen muss. Also ließ ich mich wieder zurückfallen und reihte mich hinter ihr ein! Es war die Französin Christelle Daunay, die ich beim Europa-Cup im Mai locker geschlagen hatte! Auch eine Mexikanerin war dabei und machte schon einen deutlich gezeichneten Eindruck. Ich lief hinter den Mädels und merkte aber, dass das Tempo viel zu langsam war und trat ihnen ungewollt in die Hacken, da ich einen anderen Laufrhythmus hatte. Das ließen sich die Mädels verständlicherweise nicht gefallen und machten mir Handzeichen, wieder vor zu laufen! Also ging ich wieder vor und rannte wieder alleine gegen den Wind. Schnell hatte ich auch wieder ein paar Meter zwischen uns gelaufen, wieder ein anderer Laufrhythmus! Aber ich war platt, hatte zu viel Körner verbraucht und hörte mich auf einmal selbst in dem tosenden Stadion laut vor mich hin hecheln. Ein Gefühl des allein sein machte sich in mir breit. Egal, ist nicht mehr weit! Du bist stark, weiter geht`s! Dann hörte ich wieder platschende Schritte von den Läuferinnen hinter mir! Also hatte ich sie doch nicht abgehängt! Schluss jetzt, dachte ich, jetzt bleibst Du dahinter und sicherst den Platz ab. Auf einmal machte sich aber das Gefühl breit, dass ich so müde war, dass ich jetzt noch nicht mal mehr ihnen folgen konnte. Ich wusste auch nicht die Abstände zu den hinteren Läuferinnen und stellte mir kurz vor, wie mich jetzt eine nach der anderen passiert und ich bis zum Schluss durchgereicht würde und das ich alles aber auch alles falsch gemacht hatte, was man nur falsch machen konnte. Meine Kopf-Taktik gegen den Ausstieg musste her, die mir doch jetzt schon so oft in der Vergangenheit geholfen hatte… Aber mein Kopf war leer! Ich schaffte es nicht, mein Kopf war müde, war leer! Zu müde etwas zu denken und dann stand ich auch schon! Ich sah die nächste Läuferin und kurz dachte ich noch, wieder ins Rennen einzusteigen. Aber ich schaffte es nicht! Überlegte nur und realisierte erst mal gar nix! „Nein, nein, nein“ ging es mir durch den Kopf! „Ausstiegen ist so feige! Warum? Warum?“ Es waren doch nur noch 2,2 Km! Während ich meine halbe Runde in den Zielbereich watschelte, war das Rennen auch schon zu Ende und ich bewunderte die Läuferinnen, die alle platt waren und sich aber ins Ziel kämpften. Warum war ich nicht mehr dabei? Warum hat das schwache „Ich“ noch mal gesiegt? Ich war doch in letzter Zeit so stark geworden und hatte wieder richtig Spaß an meinem Sport! Ich hätte noch nicht einmal zur WM gemusst, ich wollte es! Ich überlegte, was soll ich jetzt den Journalisten sagen, ich habe keine Antwort! Das einzige was mir einfiel, dass ich nicht wusste, in welcher Welt ich laufen sollte! Morgens hatte ich doch noch gesagt, wenn ich es in dem Feld unter die „Top Ten“ schaffen würde, dann wäre das Wahnsinn! Die Französin ist am Ende Neunte geworden! Hut ab, sie hatte die richtige Taktik und ich habe mich nur selbst ins Aus geschossen. Ich fragte mich, ob ich einfach nicht wahrhaben kann oder will, dass ich auch mal etwas „Großes“ schaffen könnte! Und für einen Langstreckenläufer wäre eine Top-Ten-Platzierung wahrlich etwas ganz „Großes“, ja eine kleine Überraschung gewesen. Ich habe es mir selbst kaputt gemacht und es versemmelt! Eigentlich weiß ich doch, dass es immer besser ist, ruhiger anzulaufen und dann ins Rennen reinzulaufen und das Feld von hinten zu kontrollieren und aufzurollen! So oft hat diese Taktik schon funktioniert und sich ausgezahlt und dann auch richtig Spaß gemacht! Man könnte doch meinen, dass ich, wo ich jetzt schon die Hälfte meines Lebens laufe, wüsste, wie es geht. Jedes Mal, wenn man zu schnell angelaufen ist, wurde es hinten raus ein Kampf und Krampf und es kam nicht das optimale Ergebnis heraus. Deshalb gibt es auch für mich keine Entschuldigung!                          Aber genau hier muss auch jetzt Schluss sein, da man sich nur weiter verirrt ihn Fragen und Erklärungen, die nicht zum Ziel führen und mich noch frustrierter werden lassen. Ich kann die Zeit nicht mehr zurück drehen, die Gäule sind voller Übermut mit mir durchgegangen und ich muss damit leben, eine sehr große Chance in meiner Sportkarriere leichtfertig verschenkt zu haben. Damit muss ich ganz alleine fertig werden und das werde ich auch schaffen. Der erste Schritt ist gemacht und ich sitze schon im Flieger nachhause, während die WM noch im vollen Gange ist. Das war aber so oder so geplant und ist keine geplante Flucht vor der Konfrontation. Diese hatte ich in den letzten Tagen genug und das war auch gut so! ich möchte aber auch die anderen Athleten nicht mit meiner schlechten Laune runterziehen und wünsche mir weiterhin so erfolgreiche Tage für den DLV und die Athleten wie den letzten Montag!

 

Eine Woche werde ich jetzt mal abschalten, reflektieren und mit meinem direkten Umfeld das Rennen aufarbeiten. In meiner nächsten Kolumne in der  Runner`s World geht es  lustigerweise auch noch um das Thema „Kopf“ und die Fokussierung und Konzentration, die unheimlich wichtig ist! Tipps geben ist manchmal leichter, als es selbst anzuwenden. Jeder Mensch macht mal Fehler und erlebt solche schwachen unerklärlichen Momente, ich gehe halt nur sehr offen damit um! Je offener, desto angreifbarer macht man sich auch, aber damit kann ich leben! Auch die Offenheit im Training auf meiner Facebook-Fanpage finde ich nicht schlimm! Ich möchte meinen Lauffans auch zeigen, was hinter solch einer Leistung steckt. Das man dabei auch mal scheitern kann, ist menschlich und passiert. Somit gehe ich auch sehr offen mit meiner Niederlage um. Während ich auch diese Zeilen schreibe, verarbeite ich das Rennen und versuche es abzuschließen und ich merke, dass es mir so von Zeile zu Zeile besser geht.

 

Ich habe noch ein ganz großes Ziel in diesem Jahr vor mir und das ist der New York – Marathon am 3.November. Dort möchte ich mich für die Europameisterschaften 2014 in Zürich qualifizieren. Deshalb werde ich erst recht versuchen jetzt stark zu sein und die richtigen Schlüsse aus dieser Niederlage zu ziehen und richtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Irgendwann werde ich auch erkennen, wofür diese Niederlage gut war! Sie hat mich nochmal auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt und wird mir das nächste Mal auf jeden Fall helfen, wenn wieder der Moment des Zweifelns oder gar Austeigens kommt! Die letzten Tage waren wieder so mühsam, dass ich dies so schnell nicht noch mal erleben möchte! Was mich zudem auch noch positiv stimmt, ist die Tatsache, dass ich nicht an meiner mangelnden Form gescheitert bin, sondern an meinem Kopf und daran lässt sich zum Glück auch arbeiten. Wenn alles so einfach wäre, dann würde man sich auch nicht über den Erfolg so freuen!

 

In diesem Sinne… „DNF is no option“

 

Eure Mocki

 

 

 

Titel Nr. 12 über 5.000 m

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Ich hätte mit einem ganz anderen Rennverlauf gerechnet, aber es kommt doch immer alles anders als man denkt!

Ich hätte mit einem ganz anderen Rennverlauf gerechnet, aber es kommt doch immer alles anders als man denkt! Ab 2000 m war es ein einsames Rennen gegen die Uhr, gegen den Wind und gegen die Wärme und dafür bin ich super zufrieden mit meiner Siegerzeit von 15:32 Minuten.

Danke Euch für's Mitfiebern und Daumen drücken! Hat sich gelohnt!

Eurer "kleiner Puma" Mocki

Platz 1 Europa-Cup 10000m

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Noch nicht einmal 8 Wochen nach Boston konnte ich mich gestern im bulgarischen Pravets mit einer Zeit von 32:13 Minuten und einem überraschenden Sieg zurück melden.

Im Vorfeld hatte ich auf meiner Facebook-Seite schon angekündigt, dass ich nur gewinnen könnte, aber dass ich wirklich auch das Rennen gewinnen würde, hätte ich natürlich mal wieder nicht gedacht!

Das ich absolut auch mit keinem Sieg gerechnet habe, zeigt die Tatsache, dass ich mir im Vorfeld keine Sorgen gemacht habe, es würden irgendwo großartig Bilder von mir auftauchen, die mich ohne meine Sonnenbrille von Rudy Project während des Rennens zeigen würden. Diese hatte ich nämlich in meiner Schusseligkeit am Donnerstagmorgen als es um 7 Uhr Richtung Flughafen ging, leider vergessen. Und ich muss gestehen, ich laufe nicht nur seit letztem Jahr mit Sonnenbrille, weil ich ein paar Euros dafür bekomme, nein, es ist absolut angenehm und auch leistungsfördernd mit Sonnenbrille zu laufen. Runzelt man nämlich zu sehr die Stirn, weil einen das Licht oder die starke Sonne blendet, verspannt automatisch auch die Nackenmuskulatur und man verspannt noch mehr als man es eh schon ist.

Zum Glück war die Wettervorhersage für Pravets auch nicht so schlimm, wie man es eigentlich um diese Jahreszeit hätte erwarten können. Was wir aber schon bei unserem ersten Dauerlauf nach der Ankunft  am Donnerstag merkten war eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. War die Sonne da, war es direkt heiß, waren Wolken da, ging es! Naja, bis zum Samstag dauerte es noch etwas und im Hotel hing ein Aushang, der  für Samstag sogar Regen prognostizierte! Das wäre ja toll! Freitag früh wurde ich dann um 6:30 Uhr zur obligatorischen Blut-Dopingkontrolle geweckt und laut deutscher Zeit war es ja erst 5:30 Uhr! Schon die zweite kurze Nacht! Und eigentlich ist die zweite Nacht vorm Wettkampf viel wichtiger als die Letzte! Naja, ich war relativ entspannt, sprach fast kein Wort mit den Kontrolleuren und legte mich anschließend bis 9 Uhr wieder ins Bett! Den Tag vor dem Wettkampf verbrachte ich sogar mal sehr untypisch, da das Hotel einen tollen Wellness-Bereich hatte und gönnte mir eine Pediküre und eine Gesichtsbehandlung! Nachmittags fuhren wir dann zum Stadion, um uns für den Wettkampf-Tag vorzubereiten und alles anzuschauen. Ich machte nach meinem lockeren Dauerlauf von 6Km eine schnelle 400 in 76 Sekunden und fühlte mich gar nicht so schlecht, wenngleich ich wusste, dass das nicht mein Wettkampf-Tempo sein würde. Ich fing schon ein wenig an, wegen dem Wetter zu meckern, da es schon warm war und ich nicht nachvollziehen kann, wenn schon solch eine Veranstaltung in solch ein warmes Land vergeben wird und wo man will, dass die Athleten schnelle Zeiten laufen, dass die Veranstaltung nicht abends durchgeführt wird. Aber wenn ich ehrlich bin, meckere ich darüber jedes Jahr, aber es ändert sich nichts! Früher war der Europa-Cup auch im April und da hatte man meistens noch Glück! Generell war ich aber trotzdem entspannt, da ja alle Athletinnen die gleichen Bedingungen hatten und ich zwar eine gute Zeit laufen wollte, aber nicht unbedingt an die WM-Norm von 31:45 Minuten gedacht habe. Ich wollte ein gutes Rennen abliefern und wenigstens Dritte in dem Feld sein um mich für die Team-EM über 5000m in zwei Wochen in Gateshead zu empfehlen. Ich dachte wenn ich knapp um die 32 Minuten laufen würde, würde das schon klappen.

Am Wettkampf-Tag hatte ich mir den Wecker für 8:30Uhr gestellt, aber ich war wie erschlagen von den letzten zwei kurzen Nächten und stellte den Wecker bis 10:15 Uhr weiter und hastete dann noch schnell zum Frühstück, wo gegen 10:30 Uhr schon abgebaut wurde.

Kahtrin Dörre-Heinig, die uns als Assistenz vom Bundestrainer begleitet hatte, war indessen bei der technischen Besprechung und teilte uns im Anschluss dann noch die letzten Renn-Informationen mit! Bei den Männern gab es zwei kenianische Tempomacher, die für eine Pace von der WM-Norm sorgen sollten. Bei den Frauen gab es keine Pacemakerin, da diese wohl ohne Visa am Flughafen wieder heim geschickt wurde. Mir war das gerade recht, ich wollte eh nicht auf WM-Norm anlaufen, sondern lieber erst mal auf Nummer sicher gehen und 16 Minuten anlaufen, um dann vielleicht hinten doch noch was gutzumachen. Der Plan war aber anders! Kahrin hatte sich mit einigen Trainern darauf geeinigt, dass wir gemeinsame Sache machen sollten! Die ersten 1500m sollte Christelle Daunay für die Pace sorgen, dann bis KM 3 Ana Dulce Felix, ich dann von Km 3 bis Km 4,5 und ab dann wollte die Türkin Evan Abeylegesse den Rest machen und dann auch gewinnen. Ok, dachte ich, jetzt war ich endlich nervös, aber doch immer noch müde! Also ging ich wieder auf mein Zimmer und schlief sogar nochmal bis 13:15 Uhr ein! Mann, wenn ich nach so einer Info noch schlafen kann, dann brauche ich es echt. Danach war ich endlich wach und meine Vorfreude auf das Rennen und die Nervosität stiegen von Minute zu Minute. Das Wetter machte mir keine Freude, da der angekündigte Regen ausblieb und es schwül war. Kurz vorm Start sagte ich noch zu den Mädels, dass ich in dieser Tempohatz keinen Sinn sehe, aber ich würde mitmachen. Kurz vorm Start erkundigte ich mich noch, ob es Wasser gäbe, daraufhin sagte ein Offizieller „Ja, aber erst ab 5000m!“ Na toll, dachte ich, auch das noch! Egal, schaffe ich schon! Der Startschuss fiel und Daunay rannte wie geplant 76er-Runden, die genau auf eine Endzeit von 31:40 Minuten hinauslaufen würden. Auch der Wechsel zu Felix klappte, aber ihr rannte ich immer in die Hacken, was ich natürlich nicht wollte, die Pace war zu langsam und nach 2 Runden übernahm ich dann früher als geplant die Pace! Und es dauerte nicht lange, da war eine Lücke zwischen mir und den Mädels! Mmmmhhh, dachte ich, das kann doch gar nicht sein! Was machst Du jetzt? Ja, ich rannte das Tempo einfach weiter und blieb bis Kilometer 5 in diesem Fahrplan! Ab dann fing ich nur noch an zu denken, schaffst Du das, gewinnst Du auch noch? Ich? Nee, das kann doch nicht sein! Die arbeiten bestimmt hinter mir zusammen und ich kämpfe mich hier alleine ab und die holen mich dann  auf den letzten Metern und ich wäre dann die Dumme! Ach und wo war überhaupt das Wasser, mein Hals war schon richtig trocken! Jede Runde zeigte ich im Zielbereich mit meinen Händen eine Bewegung, dass ich trinken wollte, es sollte noch drei bis vier Runden so gehen, bis wir endlich Wasser bekamen! Unglaublich! Ich drosselte das Tempo, um mich nicht ganz in den Keller zu laufen und um immer noch genügend Kraft zu haben, falls die doch noch von hinten kommen würden… Kurz dachte ich sogar mal daran, einfach auf die zweite Gruppe zu warten und dann nur auf Sieg zu laufen. Aber da hätte ich lange warten können, mittlerweile hatte ich meinen Vorsprung auf über 20 Sekunden auf die Französin Daunay ausgebaut, was ich auf der  Leaderbord-Tafel  im Zielbereich immer nachverfolgen konnte. Das Felix und Abeylegesse längst ausgeschieden waren, hatte ich nicht mitbekommen. Was noch erschwerend hinzukam, war der starke Wind auf der Gegengeraden, aber jetzt hieß es für mich, dass Rennen vernünftig zu beenden und vielleicht sogar wirklich zu gewinnen! Wahnsinn, ich kann endlich noch mal so ein Rennen gewinnen. Ich musste natürlich auch dem hohen Anfangstempo und den äußeren Bedingungen Tribut zollen und so war meine zweite Rennhälfte deutlich langsamer! So macht man es eigentlich nicht, aber das war ja mal nicht auf meiner Miste gewachsen. In der letzten Runde, die ich knapp unter 72 Sekunden rannte, machte ich noch mal ein paar Sekunden gut und war dann glücklich in 32:13 Minuten im Ziel, aber natürlich weit über der Norm für die WM!

Der Nominierungszeitraum für die 10000m geht auch mit dem heutigen Tag in Deutschland zu Ende, somit wäre für mich auch kein anderes oder späteres Rennen in Frage gekommen. Ich kann den Verband da auch verstehen, da man ja nach der Qualifikation auch noch eine gewisse Vorbereitungszeit für die WM, den eigentlichen Höhepunkt, haben muss. Ich freue mich jetzt erst mal, dass ich mir mit diesem Rennen meinen Platz im DLV- Team für die Team-EM in Gateshead gesichert habe und vielleicht rutscht mir ja noch die WM-Norm über 5000m, die bei 15:18 Minuten liegt, in den nächsten Wochen raus und dann könnte man immer noch über eine Nominierung über 10000m sprechen. Wenn ich das auch so entspannt wie diesmal sehe, kann ich ja vielleicht auch nur gewinnen…Oder?  Bis dahin bleibt es wie immer spannend!

Eure Mocki

Back to track!

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Mir kommt es schon viel länger vor, aber am kommenden Montag

ist der Boston-Marathon erst 5 Wochen her! Wahrscheinlich kommt es mir auch schon viel länger vor, da in diesen Wochen wieder unheimlich viel passiert ist!

Zuerst war ich ja froh, dass ich wieder sicher daheim und bei meinen Lieben war, dann ging es ja mit meinem Bruder Markus zum Hamburg-Marathon, wo er seine Bestzeit auf 2:32.29 runter schrauben konnte. Am nächsten Wochenende war ich freitags zu Gast bei meinem lieben Freund Karl-Emil-Kuntz in Herxheim, wo der schnelle „Sternekoch“ die Sporthilfe Rheinland-Pfalz kulinarisch verwöhnte! Samstag machte ich mich dann ganz früh auf nach Bad Driburg zu einer wundervollen Hochzeit von Freunden, wo um 12 Uhr die Trauung stattfand.

Und dann hieß es vor gut einer Woche „Zähne zusammenbeißen“, da ich meine Zahnimplantate in der Uniklinik Düsseldorf entfernt bekam. Diese haben mir schon seit letztem Jahr Probleme bereitet und gerade als Sportler, sollte man sehen, dass seine Zähne in Ordnung sind und sich nicht irgendwo eine Entzündung verbirgt, die bei zu hoher Belastung auch auf`s Herz schlagen kann und im schlimmsten Fall zum Tod führt! Und generell wirkt sich ein entzündlicher Bakterienherd im Körper auf die Leistungsfähigkeit aus! Während der OP sagte der behandelnde Arzt, Herr Prof. Dr. Frank Schwarz, schon, dass es höchste Eisenbahn war! Nach der OP ging es dann für ein paar Tage nach Sylt, wo ich neben der Entspannung auch schon wieder das Training intensivierte. Generell habe ich eigentlich schon zwei Wochen nach dem Boston-Marathon wieder leichte Tempo-Einheiten absolviert, um nicht die ganze Form zu verlieren. Ich frage mich zwar, wie manche zwei Wochen nach einem Marathon eine Bestzeit über 10 Km laufen können, aber das soll es ja oft geben. Die erste Woche nach dem Marathon habe ich so gut wie nix gemacht, was aber auch schon ein Fehler ist, aber ich war aufgrund der Ereignisse in Boston irgendwie emotional am Boden. In der zweiten Woche nach dem Marathon ging es dann schon oft auf den Cross-Trainer, was ich für einen Läufer das beste Alternativ-Training finde. Ja und in dieser Woche komme ich schon auf knapp 140 Km und endlich habe ich auch wieder einige Ziele vor den Augen.

Anfang des Jahres habe ich ja gesagt, dass ich dieses Jahr nur auf der Straße bleibe und die Weltmeisterschaft in Moskau nicht für mich in Frage kommen würde. Während der Vorbereitung auf Boston habe ich aber auch intensiv meine Konkurrenz beobachtet, wie sie sich vorbereitet bzw. was sie für Wettkämpfe machen. Dabei fand ich ganz interessant, dass Shalane Flanagan und Kara Goucher aus Amerika, die jeweils den 4. und 6. Platz in Boston belegten, zwei Wochen vorher auf der Bahn 10000m liefen. Und das wahnsinnig gut, Shalane rannte in 31:05 Minuten die WM-Norm und Kara verfehlte sie knapp in 31:46 Minuten. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der Marathon, wie er mittlerweile gelaufen wird und auch die Vorbereitung grundsätzlich verändert haben. Wenn man nicht grundschnell genug ist, kann man am Ende keinen Blumentopf gewinnen, sei denn man ist so überlegen, dass man allen davon rennen kann.

Da ja erst im Herbst mein nächster Marathon geplant ist, ich aber eher ein Wettkampf-Typ bin und unmittelbare Ziele vor Augen haben muss, um weiterhin motiviert zu bleiben, habe ich mich entschieden, wenigstens einen Versuch zu starten, das Ticket für die Weltmeisterschaften in Moskau im August  über 10000m zu lösen. Dieser Versuch findet nun beim Europa-Cup in Pravets/Bulgarien am 08.06.2013 statt. Vorher werde ich noch beim Wiener Frauenlauf am 26.05.2013 über 5 Km an den Start gehen. Da freue ich mich besonders drauf, da die Stimmung der Hammer ist, die Organisation super und ich finde es wahnsinnig toll, wenn so viele Frauen auf einem Haufen  laufen.

Am 01.06.2013 bin ich dann  in Kooperation meines Sponsors Orthomol-Sport am Start des 10. Herdecker City-Laufs! Hier könnt ihr auch noch einen persönlichen Wettkampf-Tag mit mir, der mit dem Frühstück um 8 Uhr  beginnt, oder eine Teilnahme an der limitierten Autogrammstunde mit mir gewinnen. Mehr Info`s findet ihr unter folgendem Link:

https://www.facebook.com/RunningMocki?ref=hl#!/orthomolsport?fref=ts

Wer nicht gewinnt, läuft halt mit mir beim Wettkampf! J Wir sehen uns auf jeden Fall und ich freue mich auf Euch!

Also, es wird bald wieder spannend und ich freue mich drauf!

Eure Mocki

Platz 10 beim Boston-Marathon

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Die Ereignisse der letzten Tage haben sich ja sprichwörtlich überschlagen ....

und so langsam realisiert man erst richtig, was man für ein Glück hatte, nicht direkt betroffen gewesen zu sein, als es zur Explosion im Zielbereich des 117. Boston Marathon kam. Leider hatte dieser Anschlag auch einige Menschenleben und sehr viele Verletzte zur Folge! Mein tiefes Mitgefühl gilt denen, die ihre geliebten Menschen verloren haben und selbstverständlich auch denen, die unmittelbar betroffen waren. Das wird man so schnell nicht vergessen und zeigt, wie angreifbar wir doch sind! Glücklicherweise bin ich wieder wohlbehalten Zuhause angekommen und möchte nun versuchen, wieder in den Alltag zurückzukehren

Das Sportliche ist natürlich durch diesen Vorfall völlig in den Hintergrund getreten, aber Euch bin ich trotzdem noch einen Renn-Bericht schuldig…

Zunächst einmal bin ich super glücklich über meinen 10.Platz in diesem Weltklassefeld und daran gibt es auch nichts zu rütteln! Die Zeit von 2:30:09 spiegelt jedoch nicht mein wahres Leistungsvermögen wieder, was ich mir in den 3 Monaten vor dem Marathon erarbeitet habe! Die Vorbereitung auf den Marathon war bisher eine meiner besten überhaupt! Ich habe sehr viel Wert auf die Qualität und nicht die Quantität gelegt, hatte keine Probleme mit den Knochen oder gar Schmerzen und auch alle Tempo-Einheiten liefen so, wie ich es mir erhofft habe! Die Wettkämpfe in Leverkusen und New York haben mir zusätzlich Selbstvertrauen gegeben und mir gezeigt, dass ich auf einem richtig guten Weg bin!

Natürlich hatte ich mich im Vorfeld über das Streckenprofil des Boston-Marathon informiert, aber als wir zwei Tage vor dem Rennen die Streckenbesichtigung machten, war ich doch mehr als überrascht! Es ging natürlich viel runter, aber auch ganz schön viel hoch! Trotz allem ging ich Montagmorgen zuversichtlich an den Start und hatte das Gefühl, dass ich hier heute eine Bestzeit laufen könnte! Im Vorfeld hatte ich mit vielen Athletinnen über ihre angepeilten Zeiten gesprochen und anscheinend wollte jeder 2:24 und schneller laufen! Da dachte ich super, da findest Du auf jeden Fall eine Gruppe! Hat man in Boston Rückenwind ist es natürlich noch hilfreicher, dort eine schnelle Zeit zu laufen. Diesmal kam der Wind aber seitlich von vorne und das war alles andere als angenehm! Von den Temperaturen her waren es ansonsten perfekte Bedingungen. Der Startschuss fiel pünktlich um 9:32 Uhr und es ging erst mal ganz schön steil runter! Dieses ständige Bergablaufen geht natürlich auch auf die Oberschenkel und jeder, der die Strecke schon mal gelaufen war, sagte, dass man sich anfangs eher bremsen sollte, damit man die Oberschenkel nicht müde läuft, egal wie leicht sich das anfühlt. Diese Info hatte ich auch verinnerlicht, mein Respekt vor den Hügeln und dem berühmten „Heartbreak Hill“ war dafür auch zu groß! Aber Bremsen heißt ja nicht noch am Berg runter extra bremsen! Den ersten Kilometer liefen wir in 3:46 Minuten, dann 3:44 Minuten und dann 3:40 Minuten! Vorne liefen schon zwei Läuferinnen weg, was mich aber nicht nervös machte! Nervös machte mich, dass ich das Gefühl hatte, hier will gar keiner was für`s Tempo tun und die machen hier richtige Stehversuche! Natürlich kann man ein Rennen hinten raus immer schnell machen, was die Spitze ja letztendlich auch getan hat, aber mir fehlt dafür im Marathon einfach noch die Erfahrung! Das war ja schließlich auch der Grund, warum ich mich für einen Start in Boston entschieden hatte! Außer bei der WM 2009 in Berlin kenne ich nur Marathon-Rennen, wo ich Tempomacher hatte, die mir den Wind nahmen und sich um das richtige und vor allem gleichmäßige Tempo kümmerten.  Ich war auf mich alleine gestellt und fällte in diesem Moment die einzig falsche Entscheidung, indem ich mich vom Hauptfeld löste und mich auf den Weg zu den Ausreißern machte! Ich dachte mir, die werden schon schnell zucken und dann findet sich schon eine Gruppe! Auch die Portugiesin Ana Dulce Felix wurde nervös und folgte mir! Wir sprachen uns ab, zusammen zu arbeiten, da wir beide eine schnelle Zeit laufen wollten und dies aber gleichmäßig! Ich dachte mir, dass wird sich besser für mich anfühlen, als nachher das Tempo zu stark forcieren zu müssen. Naja, jetzt war man auf einmal in der Spitzengruppe und natürlich wusste ich, dass ich das Rennen nicht gewinnen konnte, dafür war ja die absolute Weltelite am Start! Ich war im Kopf eher förmlich am Warten, wann die Gruppe endlich kommt und ich mich noch mehr im Wind verstecken kann, da ich auch immer viel für`s Tempo machen musste! Es sollte noch bis Kilometer 15 so weitergehen. Endlich war es dann so weit und  unser Dreigespann nahm das Tempo vom Hauptfeld auf. Cool dachte ich und die laufen gar nicht so schnell! Was mich nur störte war, dass immer mal Tempo angezogen und dann wieder fast auf der Stelle getreten wurde! Also hier ging es absolut nicht mehr um die Zeit, sondern nur noch um den Kampf Frau gegen Frau! Bei der Halbmarathon-Marke sah ich dann die Zeit von 1:14:33 auf der Uhr! In diesem Moment habe ich mich dann von dem Gedanken verabschiedet, dass es hier noch eine tolle Zeit werden würde und entschied mich bei der Favoritengruppe zu bleiben. Ana Dulce Felix lief  unser Tempo weiter, da wieder Stehversuche veranstaltet wurden und löste sich sogar zwischenzeitlich über eine Minute vom Hauptfeld! Ich fand das Risiko aber zu hoch, es jetzt noch weiter mit ihr alleine zu versuchen, da der Wind zu stark war. Ab jetzt kam ja auch erst der schwierigste Teil der Strecke und zwar drei langgezogene Berge. Kurz vor Kilometer folgte dann der längste Anstieg, der Heartbreak Hill! In der Gruppe war es aufgrund der Tempowechsel aber auch nicht einfach zu laufen und bei Kilometer 30 herrschte Chaos am Verpflegungsstand, wo wir förmlich stehen blieben. An den Bergen zogen die Mädels dann an und drückten auf die Tube, um sich gegenseitig müde zu laufen! Dieses Harakiri machte ich dann nicht mit und lief mein eigenes Tempo die Berge hoch! Oben angekommen beruhigte sich die Lage wieder und ich konnte entspannt wieder an die Gruppe heran laufen! Und dann war es endlich soweit, der berühmte „Heartbreak Hill“ brachte die Entscheidung und sprengte das Feld im Nu! Ich lief gemächlich den Berg hoch und verlor direkt viele Sekunden auf die Mädels! Diese Sekunden wurden schnell zu Minuten und oben angekommen war ich dann auf mich alleine gestellt! Mir schoss nur durch den Kopf: Hat Ana Dulce Felix alles richtig gemacht und kommt jetzt als Siegerin ins Ziel und hier haben sich alle nur beäugt??? Aber auf der Zielgeraden wurde ich ja eines Besseren belehrt, wo ich dann unmittelbar 4 Sekunden hinter ihr ins Ziel kam! Die Zuschauer am Rand des Marathons waren gigantisch und haben mich dann auf meinem einsamen Weg ins Ziel begleitet. Bei Kilometer 40 kam nochmal eine kleine Brücke, die es in sich hatte, aber ich hatte es ja bald geschafft! So froh war ich, dass ich einige Weltklasseläuferinnen hinter mir gelassen hatte! Ärgerlicherweise wurde ich dann bei Kilometer 41 noch von Diane Nukuri-Johnson überholt, der ich dann nicht mehr folgen konnte, da mittlerweile meine Beine ihren Dienst eingestellt hatten und nur noch irgendwie ins Ziel wollten! Sie konnte auch noch Ana einfangen und wurde mit dieser taktisch cleveren Leistung mit Platz 8 belohnt! Von meinem Gefühl her war es aber mein bisher stabilster Marathon und dass einem hinten raus die Beine weh tun ist völlig normal! Abschließend kann ich sagen, dass ich sportlich gesehen mit mir sehr zufrieden bin, mich gezeigt, Dinge versucht und neue Erfahrungen gesammelt habe. Und irgendwann werde ich auch wieder mit einer Bestzeit belohnt!

Aber wie gesagt, dies sind rein sportliche Zeilen  und die relativieren sich dann ganz schnell wieder, wenn drei Stunden später solche schrecklichen Dinge passieren! Da spielen Zeiten und Rennverläufe absolut keine Rolle mehr!

In Gedanken an alle Betroffenen

Mocki  

Platz 4 beim New York-Halbmarathon

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Meine drei Vorbereitungs-Wettkämpfe auf den Boston-Marathon am 15.April liegen ...

nun hinter  mir und ich kann sagen, das größte Highlight davon war sicherlich der Halbmarathon in New York am vergangenen Sonntag!

Endlich bin ich nochmal unter der magischen Grenze von 70 Minuten geblieben und war damit so schnell wie seit 4 Jahren nicht mehr! Die Uhr blieb im Ziel bei genau 1:09:42 stehen und mit dem vierten Platz kann ich mehr als zufrieden sein und dieser Platz war für mich in diesem Moment auch nicht undankbar! Gerade  bin ich einfach nur dankbar darüber, dass ich endlich wieder ein gutes Laufgefühl habe und so langsam wieder in der erweiterten Weltspitze mitmischen kann. Darauf habe ich jetzt gute zwei Jahre gewartet. Endlich nochmal im Ziel zu stehen und nicht zweifeln und hadern, einfach mal nur zufrieden sein! Jeder von Euch kann mir ja nur vor die Stirn schauen und lesen was ich schreibe oder hören was ich sage, aber tief in meinem Inneren sah es die letzten zwei Jahre nicht immer so positiv aus!

Oft war ich am Zweifeln, ob das Training richtig ist, was ich mache, ob die Ernährung richtig ist, ob ich mehr in die Höhe fahren muss, um wieder dahin zu kommen, wo ich schon einmal war! Und bei diesen Gedanken und Zweifeln, habe ich mich immer mehr in einem Irrgarten verloren und das Laufen und Training einfach nur noch verkompliziert! Der einzige Weg zurück war, mal wieder lockerer zu werden, hart trainieren und Pause zu machen, wenn der Körper sie braucht und nicht nur stur auf die Kilometer zu starren. Ich habe endlich wieder eine gute Mischung gefunden und hoffe, dass ich diesen Weg jetzt erst nochmal so gehen kann!

Mehr dazu auch in meiner Kolumne in der aktuellen Runner´s World-Ausgabe  http://www.runnersworld.de/heft.288022.htm  mit der Überschrift „Bleib dir selbst treu!“

Halbmarathon ist natürlich noch kein Marathon, aber ich bin auch für Boston guter Dinge und lasse die Sache einfach auf mich zu kommen und freue mich wieder auf die neuen Eindrücke, die Amerika zu bieten hat! Auch dieses Wochenende konnte man wieder in eine ganz andere Welt eintauchen! Die Amerikaner sind echt ein ganz anderes Volk, aber man fühlt sich sehr wohl dort und ich bin sehr gut aufgenommen worden. Mittwoch war ich ja schon angereist und die Tage bis zum Rennen vergingen wie im Flug, obwohl ich außer dem Central Park und meinem Hotelzimmer nicht viel gesehen habe. Ich vertrieb mir die Zeit mit Lesen, Massage und war sowieso abends früh im Bett um auch für die Nacht vor dem Wettkampf gewöhnt zu sein, früh ins Bett zu gehen! Schließlich war der Start des Rennens schon um 7:30 Uhr, was bedeutete um 4:15 Uhr Aufstehen und 4:30 Uhr Frühstück! Für mich nicht ganz so schlecht, da ich ja eher noch an die deutsche Zeit gewöhnt war.  Um 5:45 Uhr ging unser Bus rüber zum Central Park, wo der Start war und wo auch die ersten 10 Kilometer zu absolvieren waren! Vor diesen 10Km hatte ich keine Angst, aber riesigen Respekt, da man über 90 Höhenmeter zu überwinden hatte und ich fragte mich schon die Tage zuvor, als ich dort trainiert hatte, wie man da schnell laufen sollte! Die Frage war auch, was sollte man anziehen bei Graden um den Gefrierpunkt? Der Kopf spielt dabei natürlich auch eine Rolle und sobald ich ein Wettkampf-Höschen anziehe, weiß ich, heute musst du schnell laufen. Also packte ich mich nur an den Armen und Händen warm ein und hoffte, dass mir ganz schnell warm würde, was leider aber doch dann 12 Kilometer dauerte! Am Start zitterten alle und als der Startschuss fiel und alle wie verrückt lossprinteten, dachte ich, in welchem Film bin ich denn hier gelandet! Ich rollte mich erst mal ein, wobei die Anfangspassage auch zum Glück mal runter ging! Nach zwei Kilometern hätte ich fast mal lachen müssen, mir kam es vor als würden alle vor Kälte auf Eiern laufen und keiner so richtig von der Stelle kommen! Und das sollte jetzt mein Testwettkampf werden? Als ich zwischen Kilometer 6 und 7 den längsten Hügel des Central Parks bewältigt hatte und meine GPS-Uhr mit 4:01 Minuten für den letzten Kilometer angezeigt hatte, hatte ich den Glauben an eine schnelle Zeit schon verloren. Aber trotz kalter Hände und Füße fühlte ich mich immer noch gut und freute mich auf den zweiten Teil der Strecke der über den berühmten Times Square  Richtung Financial District ging! Ich sah immer mehr Mädels vor mir, die ich einholen konnte und stellte mich halt jetzt auf eine Aufholjagd ein. Eine nach der anderen konnte ich einsammeln und es machte tierisch Spaß, da ich an den meisten Mädels regelrecht vorbeifliegen konnte! Einige hatten sich bestimmt schon den Rest im Central Park gegeben! Es waren zwar morgens um die Uhrzeit noch nicht viele Zuschauer an der Strecke, aber einige Bands und es war einfach der Hammer durch die Straßen von New York zu laufen! Ich war richtig glücklich in diesem Moment und schaute auch nicht mehr auf die Kilometermarkierungen oder meine GPS-Uhr, die eh zwischen den hohen Wolkenkratzern Probleme hatte, mir die richtige Geschwindigkeit anzuzeigen. Ich lief einfach nur nach Gefühl und war überrascht, als das Ziel schon in der Nähe war und ich realisierte, dass ich doch noch so schnell unterwegs war! Was wäre das schön, wenn man diese Momente einfach festhalten könnte, aber die Welt dreht sich immer weiter und ich bin schon längst wieder daheim und freue mich auf meine letzten Vorbereitungswochen auf Boston!

 

In diesem Sinne

 

Eure Mocki

 

 

Zweiter Platz bei der Cross-DM

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Gestern hieß es bei meinem zweiten Rennen in meinem sogenannten Wettkampfblock über Stock und Stein!

Wobei Stock und Stein leicht untertrieben ist…

Noch nie in meiner langjährigen Lauf-und Cross-Karriere habe ich auf solch einem harten Kurs, wie gestern im baden-württembergischen Dornstetten, einen Cross-Lauf absolviert!

Oft bin ich auch noch nie vorher die Strecke abgegangen, da ich meist denke, wenn Du nachher läufst, siehst Du eh wo es her geht und sowieso müssen ja alle Athleten über die Strecke laufen!

Diesmal war alles anders! Am Morgen war meine Mutter schon bei den Seniorinnen  gestartet, wo sie den 9.Platz in ihrer Altersklasse W55  belegt hatte und ich fragte meinen Papa:“ Und wie war Mama und die Strecke?“ Da kam erst mal nicht viel aus dem Mund meines Vaters, nur, dass es Mama sehr schwer gefallen war und wir uns unbedingt vorher die Strecke anschauen müssten!  Gesagt, getan und ich sah schon bei den jugendlichen Mädchen, wie viele das Rennen noch vor dem Zieleinlauf nicht beendeten und meist beim schlimmsten Anstieg von drei fiesen Anstiegen total entkräftet aufgaben.

Natürlich kann man denken, dass ein Cross-Lauf nicht unbedingt in eine Marathon-Vorbereitung reinpasst, aber ich weiß wie wichtig Cross-Lauf für die Kraftausdauer ist und dass es einem entscheidend Richtung Formverbesserung weiterhelfen kann! Im Januar und Februar habe ich schon genug Kilometer und lange Läufe für den Boston-Marathon gesammelt und jetzt heißt es durch die Wettkämpfe noch an Tempo-und Wettkampfhärte zu gewinnen, da dies auch wichtig für den Marathon ist.

Meine gute Form habe ich ja letzte Woche schon in Leverkusen unter Beweis gestellt und ich war  nicht umsonst so weit in den Schwarzwald nach Dornstetten gereist! Ich wollte natürlich meine Titelsammlung erweitern und Deutsche Cross-Meisterin 2013 werden. Aber oft kommt alles anders als man denkt! Die ganze Woche hatte ich mir schon eine Taktik zurechtgelegt, wie ich die amtierende Hallen-Vizeeuropameisterin über 3000m, Corinna Harrer, in Schach halten wollte. Im Hinterkopf hatte ich auch Eleni Gebrehiwot vom TV Wattenscheid, mit der ich im Januar in Andalusien trainiert hatte und von ihrer guten Form wusste! Der Startschuss fiel und nach der Einführungsrunde war klar, ich brauchte mir keine Sorgen um Corinna Harrer machen, sondern Eleni ist hier die stärkste Protagonistin! Das zeigte sie uns schon direkt am ersten fiesen Anstieg, wo sie uns leichtfüßig davon lief! Bis zur zweiten Runde hatte ich immer noch die Hoffnung, dass sie sich übernimmt und ich noch rankommen könnte! Aber eingangs der letzten Runde war mir klar, das Rennen macht Eleni und ich sicherte nur noch den zweiten Platz ab, da ich auch einen riesigen Vorsprung auf Corinna herausgelaufen hatte. In der letzten Runde vergrößerte sich somit auch noch mal der Abstand zu Eleni von 14 Sekunden auf 36 Sekunden bis ins Ziel! Im Ziel hatte ich dann 37 Sekunden Vorsprung vor Corinna! Eleni`s Trainer Tono Kirschbaum hat die Sache schon sehr gut analysiert, in dem er in einem Interview sagte, dass Eleni schon gewichtsmäßig auf diesem Boden im Vorteil war! Eleni ist als Äthiopierin sehr leicht gebaut und ist im wahrsten Sinne über die Strecke geflogen und sie war gestern einfach die Beste! Aber auch hier freue ich mich wieder auf die nächsten Duelle und Konkurrenz belebt ja schließlich das Geschäft.

Ich habe das Rennen schon wieder abgehakt und blicke optimistisch Richtung New York, wo ich Sonntag beim Halbmarathon am Start bin! Diesmal habe ich auch wieder mehr Zeit mich zu erholen und da ich Mittwoch fliege, habe ich auch noch genug Zeit, mich an die andere Zeitzone zu gewöhnen. Der Halbmarathon in New York ist keine einfache Strecke und deshalb halte ich mich mit Zeitprognosen zurück. Das Frauenfeld ist auch sehr gut besetzt und ich bin gespannt, wie weit ich mich dort in Szene setzen kann.

Es bleibt also spannend!

Eure Mocki

 

Streckenrekord in Leverkusen!

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Wenn mir das gestern einer gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt!

Heute bin ich beim Lauf „Rund ums Bayer-Kreuz“ in Leverkusen über 10Km auf der Straße für mich überraschend gut in meine bevorstehende Marathon-Saison eingestiegen!

Am Ende blieb die Uhr in 32:01 Minuten knapp über der magischen 32-Minuten-Marke stehen. Dies war aber nur ein kleiner Wehrmutstropfen für mich, da ich, wie gesagt, nicht mit solch einer Zeit gerechnet hätte! Diese Zeit bedeutete zugleich auch Streckenrekord bei den Frauen! Somit habe ich mich selber geschlagen, da ich den Streckenrekord schon im Jahr 2011 auf 32:22 Minuten runter geschraubt hatte.

Nachdem  ich vor zwei Wochen bei einem Straßenlauf in unserer Region aus dem Training heraus 32:50 Minuten über 10 Km gelaufen war, hatte ich mir für heute eine Zeit um die 32:20 – 32:30 Minuten vorgenommen und wir wollten auch genau auf 3:15 Minuten pro Kilometer anlaufen. Als ich aber dann in die Runde meiner bekannten Trainingskollegen fragte, was sie laufen wollten, entschied ich mich mit Thomas Tremmel vom Tus Deuz, der mittlerweile leider in Düsseldorf wohnt, zu laufen! Er wollte eine Zeit um die 32 Minuten laufen, was einen Kilometer-Schnitt von 3:12 Minuten ergibt! Ich sprach kurz mit meinem Trainer Carsten Eich, der ein wenig Sorgen hatte, aber wir gingen das Risiko mal ein. Während des Rennens stellte sich auch heraus, dass das die richtige Entscheidung war, da ich sonst wieder alleine gegen den Wind gelaufen wäre und die Männer sich hinter mir eingereiht hätten, damit sie wenigsten an mir dran bleiben können, um mich dann auf den letzten Kilometern zu überholen! Aber ich kann die Männer auch verstehen, keiner wird gerne von einer Frau geschlagen J! Thomas machte seinen Job super und bei 5 Kilometer hatten wir eine Zeit von 15:57 Minuten! Wow, da stellte sich bei mir schon ein ganz schöner Zufriedenheitsgrad ein und ich fühlte mich immer noch halbwegs gut! Thomas wollte dann aber hinten raus etwas schneller laufen und so löste er sich ab 6 Km von mir und einige Jungs folgten ihm dann! Ab Kilometer 7 merkte ich dann auch, dass es schwerer wurde, dachte mir aber, dass es immer noch eine Zeit unterm Streckenrekord wird und so habe ich vielleicht auch nicht das Letzte aus mir rausgeholt um es doch noch auf eine Zeit unter 32 Minuten zu schaffen. Aber ihr könnt gar nicht glauben, was mir heute für ein Stein vom Herzen gefallen ist, letztes Jahr konnte ich nur eine Zeit von 32:56 Minuten vorweisen und ich habe schon gedacht, dass ich es nie mehr wieder in diese Regionen schaffe! Das harte Training hat sich wieder ausgezahlt und ich bin jetzt gut gerüstet für die nächsten Wettkämpfe! Und ich bin froh, dass ich den harten Februar mit Schnee und Eis in unserer Region gut überstanden habe! Die meisten Top-Athleten waren ja in der Sonne! Aber es hätte kommen können, was  wolle, ich wollte am 17. Februar bei meinem Vater sein, da er an diesem Tag 60 geworden ist! Ganz oft habe ich bei meinen Läufen durch den Schnee gedacht, dass mache ich gerade nur für Dich Papi! Auch meine Zeiten waren in der Kälte ja nicht mehr so schnell wie im sonnigen Andalusien, aber egal! Heute habe ich  nochmal gezeigt, dass ich nicht nur gute Trainingszeiten auf  meiner Facebook-Fanpage posten, sondern es auch im Wettkampf umsetzen kann!

Nächste Woche Samstag geht es beim Deutschen Cross in Dornstetten gegen die nationale Elite, wie  Corinna Harrer, die frischgebackene Vizeeuropameisterin über 3000m, und vor allem gegen Eleni Gebrehiwot vom TV Wattenscheid, die ich sehr stark einschätze. So spannend war es noch nie, aber ich freue mich auf das Duell um die Cross-Krone!

Drückt mir die Daumen!

 

Eure Mocki

 

Der Plan steht…

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Zwei Wochen bin ich jetzt schon wieder in heimischen Gefilden und....

schlage mich recht gut durch den Winter! Bei uns liegen gerade ungefähr 20–30cm Schnee und um sein Training vernünftig durchziehen zu können, muss man sich schon was einfallen lassen! Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch…!

So hat es mich gestern für´s Tempo-Training nach Bonn verschlagen, wo kein Schnee lag und heute sind mein Papa, mein Bruder und ich Richtung Hessen aufgebrochen, wo wir auf geschobenen Fahrradwegen den langen Lauf von 33Km absolviert haben! Anfangs war es noch sehr glatt und wir hatten Sorge, dass  Papa nicht mit dem Fahrrad ausrutscht, aber nachher hatte die endlich noch mal zu sehende Sonne, die Wege freigemacht und es wurde ein wunderbare Lauf durch die Schneelandschaft! 

Diese Woche habe ich dann wieder knapp 200 Km geschafft und bin sehr zufrieden mit meiner bisherigen Marathonvorbereitung! Den Januar habe ich ja schon mal sehr gut bewältigen können, da ich dort ja die meiste Zeit in Spanien unter Top-Bedingungen trainieren konnte! Bei fast 15-20  Grad weniger hier in Deutschland und mehr Klamotten fallen einem die Geschwindigkeiten schon schwerer, aber wenn man das einzuschätzen weiß, ist das auch ok! Letzte Woche war ich mit dem gesamten Marathon-Team bei der Leistungsdiagnostik in Leipzig und die hat mir noch mal ganz viel Sicherheit und Selbstvertrauen gegeben.

 Da ich bis auf die letzten zwei Jahre sonst immer eine Hallensaison absolviert habe und dann zwischen den Wettkämpfen nicht so viel trainieren musste, fällt mir halt jetzt erst mal auf, wie man Jonglieren muss, um bei den winterlichen Bedingungen eine so umfangreiche Woche zu gestalten und zu absolvieren. Den einzigen Vorteil sehe ich gerade darin, dass man bei den langen Läufen nicht unbedingt Flüssigkeit zuführen muss.

Bis März gilt es jetzt, meine Form weiter durch hohen Umfang und viel Grundlagenausdauertraining  noch weiter auszubauen und zu stabilisieren, bevor es dann endlich  in eine kleine Wettkampfphase geht… !

Den Anfang macht am 03.März der 10Km-Lauf „Rund um´s Bayer-Kreuz“ in Leverkusen, dann geht es eine Woche später am 09.März zu den Deutschen Cross-Meisterschaften nach Dornstetten und der letzte Lauf dieser kleinen Wettkampfserie wird dann der Halbmarathon in New York am 17.März sein! Auf New York freue ich mich natürlich wieder besonders und denke, dass mir das Jahr 2013 sportlich gesehen wieder mehr Glück bringen wird!

Auch in der nächsten Woche soll es bei uns noch sehr winterlich bleiben und somit werde ich mein Tempo-Training am Dienstag auf jeden Fall ins leicht wärmere Rheinland Richtung Köln verlegen und Samstag werde ich die Tempodauerlauf- Einheit bei einem kleinen Wettkampf  in Niederfischbach über 10Km absolvieren! Obwohl ich dort  voll aus dem Training heraus laufen werde, erhoffe ich mir eine Zeit zwischen 33:00 – 33:30 Minuten!

 

Also, es gibt noch viel zu tun bis Boston,  aber ich freue mich drauf!

 

Bis bald

Eure Mocki

Auf nach Boston…

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Mein erstes großes Ziel in diesem Jahr steht fest, und das ist für mich schon ein ganz großes und mal wieder außergewöhnliches Ziel…

Boston, der traditionellste und älteste Marathon der Welt, nach dem Olympia-Marathon!

Am 15.April fällt hoffentlich der Startschuss und ich freue mich total, dass es geklappt hat und ich dort  starten darf.  Die Teilnehmerzahl ist mittlerweile auch beim Boston-Marathon begrenzt und auch als Eliteläufer ist es schwer einen Startplatz zu ergattern.

Die Strecke weist zwar ein Gefälle von 139 Metern auf und ist somit nicht rekordfähig, aber ich habe auch nicht vor dort Deutschen Rekord zu laufen, geschweige denn sehe ich mich in der Lage dazu! Meine Bestzeit liegt immer noch bei 2:26:21 Stunden, gelaufen im Berliner Regen im Jahr 2010! In dem Jahr wäre bestimmt mehr drin gewesen, aber es sollte halt einfach nicht sein. Man kann wirklich sagen, dass ich mein Potenzial im Marathon noch nicht gezeigt habe, bzw. es vernünftig auf die Straße gebracht habe. Deshalb gehe ich dieses Jahr zum ersten Mal den Weg einen Frühjahrs-und einen Herbstmarathon in Angriff zu nehmen und diese dementsprechend vernünftig und in aller Ruhe vorzubereiten. Wenn ich es schaffe meine Erinnerungen von 2011, als ich beim Frankfurt Marathon mit Ach und Krach ins Ziel kam, da ich bei Kilometer 35 den Mann mit dem berühmten Hammer getroffen habe, aus meinem Kopf streichen kann und gut durchkomme, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann ich wieder mit einer neuen Bestzeit belohnt werde. Natürlich ist Boston eine schwierige und hügelige Strecke, aber wie schon vor New York gesagt, komme ich sehr gut mit solchen Strecken zurecht, da ich zuhause an meiner geliebten Obernau-Talsperre auch nicht anders trainiere. Die schwierigste Passage des Boston-Marathons ist von der Meile 18-21 den berühmten „Heartbreak Hill“ hinauf und wenn das geschafft ist, dann geht es wieder leicht bergab ins Ziel und auf diesen Moment freue ich mich jetzt schon wie Bolle!  Welche Zeit rauskommt hängt von vielen Komponenten ab, da Boston alles bieten kann, von Hitze bis Schnee, von Gegen-bis Rückenwind! Für mich ist das Wichtigste, zu sehen, wie ich mich in diesem starken Frauenfeld platzieren werde und wie ich es schaffe ohne Tempomacher durchs Rennen zu kommen. Gerade denke ich auch noch nicht an eine Zielzeit, da noch einige harte Trainingswochen vor mir liegen.                                                                                                                                                 Gerade befinde ich mich im Trainingslager in Andalusien und der Einstieg ist mir schon einmal sehr gut gelungen und ich bin sehr froh, wie gut ich schon wieder die Tempodauerläufe wegstecke und auch meine langen Läufe sind schon auf einem sehr hohen Niveau! Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe und weiter so gut arbeiten kann, dann kann es nur gut werden. Letztes Jahr um diese Zeit befand ich mich aufgrund meiner Verletzung in der Rehabilitation und deshalb sehe ich gerade jetzt das tägliche Training als großes Geschenk an und mit dieser positiven Einstellung läuft es gleich besser.   Was natürlich auch positiv ist, dass ich hier sehr gute Trainingspartner habe und das motiviert nochmal mehr! Meine langen Läufe mache ich mit Irina Mikitenko und es ist immer eine Bereicherung und Motivation  mit ihr zu trainieren und zu sehen, wie hart sie jeden Tag arbeitet.     

Im Moment spule ich ein Wochenpensum von 180 – 200 Wochenkilometern ab und die Woche gliedert sich in drei wichtige Einheiten. Als Kerneinheit steht einmal in der Woche ein Tempowechselprogramm von 14-16 Km auf dem Plan, wo ich  zwischen schnellen und ruhigen Tausendern wechsel! Hier werden dann mit besserer Form die schnellen Phasen länger und die ruhigen Phasen demensprechend kürzer und somit die Endzeit der Einheit auch schneller. Der zweite Wochenbaustein ist ein Tempodauerlauf von mindestens 12 bis irgendwann 18 Km! Hier tue ich mich immer noch schwer und gerade bei dieser Einheit ist noch unheimliches Verbesserungspotenzial! Diese Einheit werde ich aber bestimmt auch mal noch in einem Wettkampf simulieren, die geplanten Wettkämpfe stehen aber noch nicht ganz fest. Der dritte und wichtigste Baustein ist der lange Lauf, der sich zwischen 30 und 35 Km abspielt, aber immer mit Endbeschleunigung, die sich irgendwann dann immer mehr der geplanten Wettkampfgeschwindigkeit nähern soll.

Der Weg ist das Ziel und mein großes Ziel heißt heute schon der Marathonstart bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich und bis dahin bin ich dann hoffentlich eine richtige   „Marathon-Lady“! Lächelnd

Drückt mir die Daumen und bis bald!

Eure Mocki

Platz 2 beim Silvesterlauf in Trier!

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In meinen letzten News hatte ich es ja schon angedeutet und es hat sich bewahrheitet.

Die „Jungen Wilden“ angeführt von Corinna Harrer von der LG Telis Finanz Regensburg haben mir bei meinem letzten Start über 5 Km beim Trierer Silvesterlauf ordentlich Paroli geboten und letztlich musste ich mich am letzten Tag des Jahres hinter „Coco“ (16:05 Minuten) auch mit einem zweiten Platz  in 16:13 Minuten begnügen.

Die ersten drei Kilometer begannen wir sehr verhalten und ich reihte mich erst mal ins Feld ein, obwohl ich eigentlich wusste, ich kann nur gewinnen, wenn ich das Rennen schnell mache und die Mädels müde laufe, da gerade Corinna Harrer nicht nur eine ausgezeichnete 1500m-Läuferin ist, sondern auch über ein großes Ausdauervermögen verfügt.

Warum auch immer hatte ich aber nicht den „A…“ in der Hose und stiefelte erst mal gemütlich mit! Die erste Runde absolvierten wir in ca. 3:17 Minuten pro  Kilometer und in der Zweiten von insgesamt 5 Runden beäugten wir uns noch mehr und liefen noch langsamer! So waren wir bis zur vierten Runde ein kompaktes Feld mit den Hahner-Twins, Elina Sujew und weiteren ausländischen Läuferinnen.

Zwei Kilometer vor Schluss musste ich aber dann doch marschieren, wenn ich noch irgendwie gewinnen wollte! Ich drückte auf die Tempo-Tube, aber jetzt war das Rennen auch nicht mehr wirklich lang und Corinna ging die Tempoverschärfung natürlich mit, wo uns dann erst nur noch Cynthia Kosgei aus Kenia folgen konnte! Eingangs der letzten Runde machte „Coco“ dann ernst und löste sich von mir! Ich hatte noch viel zu viel mit der Tempoverschärfung zu tun und konnte nichts mehr entgegensetzen und versuchte meinen zweiten Platz auf jeden Fall sicher nachhause zu laufen. Hinter mir machte Anna Hahner (Platz 3 in 16:16 Minuten) auf der letzten Runde  wieder Boden gut und konnte die Kenianerin auch  noch auf den vierten Platz verweisen. So waren nach 2010 nochmals gleich drei deutsche Mädels auf dem Siegerpodest! Für die Zuschauer, die mal wieder ganz toll waren, war das Rennen natürlich sehr spannend und so soll es ja auch letztlich sein. Sambatänzer heizten wie immer kräftig ein und sorgten für brasilianisches Flair, weshalb der Silvesterlauf auch gerne das „Deutsche Sao Paulo“ genannt wird.

Die Frage ob ich mit einer offensiveren Taktik doch gewonnen hätte stellt sich für mich nicht mehr, da das Rennen vorbei ist. Trotzdem habe ich mir einen Tag später so meine Gedanken über mich und meine Herangehensweise an den Wettkampf gemacht, auf die ich aber in meiner nächsten Kolumne in der Februar-Ausgabe der Runner´s World zurückkommen werde, die „ Keine Macht den negativen Gedanken…!“ heißen soll.

Corinna ist ein starkes Rennen gelaufen und hat somit diesmal verdient gewonnen. Ich freue mich aber jetzt  schon wieder auf die Revanche Lächelnd und Konkurrenz belebt das Geschäft! Nachdem sich Irina Mikitenko vor 4 Jahren komplett für die Strasse entschieden hatte, war es doch sehr einsam um mich geworden und ich freue mich, dass der Nachwuchs im Laufbereich wieder da ist.

Viele können es vielleicht nicht glauben, aber ich war dann trotzdem glücklich im Ziel und froh über meine Zeit, die eine sehr gute Ausgangposition für meine bevorstehende Marathonvorbereitung ist. Und gerade weil das Anfangstempo so verbummelt war, war ich froh, dass doch noch solch eine Zeit in der Ergebnisliste stand.

Mein Bruder Markus war im Lauf der Asse über 8 Km dabei und kam nach 27:16 Minuten ins Ziel! Da er aber eh nur einen schnelleren Trainingslauf absolvieren wollte, konnte er noch viel mehr die tolle Stimmung in Trier aufsaugen und genießen!

Abends  konnten wir dann alle gemeinsam eine tolle Silvesterparty erleben und haben  zusätzlich noch eine zweite Einheit auf´s  Tanzparkett hingelegt. 

Jetzt heißt es noch eine Woche Training in meiner geliebten Heimat und dann geht es auf nach Andalusien ins Trainingslager und dann wird wieder auf der Bahn und der Strasse getanzt!

In diesem Sinne nochmals ein „Frohes Neues 2013“ , viel Glück und vor allem Gesundheit!

Eure Mocki