2011

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Es ist wieder soweit, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür! Diesmal habe ich mich besonders darauf gefreut, da ich dieses Jahr schon viel unterwegs und es sportlich auch sehr kräftezehrend war.

Eigentlich wollte ich Euch ja noch einen ausführlichen Bericht zur Cross-EM schreiben, wozu ich aber aufgrund wichtiger Vorbereitungen für die bevorstehende Saison nicht mehr gekommen bin.

Da ich ja am 04. Januar für drei Wochen nach Spanien ins Trainingslager gehe, wollte ich unbedingt wissen, wie mein jetziger Trainingszustand ist und wo meine individuellen Schwellen liegen um dahingehend gezielter trainieren zu können! Diese Leistungsdiagnostik fand nach 5 Jahren noch mal beim IAT in Leipzig statt! Die letzten Jahre war ich für die Diagnostik immer sehr gut bei der Sporthochschule in Köln bei Markus de Marees aufgehoben! In Leipzig gibt es aber noch viel ausführlichere Werte und das ist mir für so ein besonderes Jahr wie 2012 sehr wichtig! So nahm ich gerne auch die weite Reise in Kauf! Meine Planung 2012  bezüglich Trainingslager und Wettkämpfen ist auch fix. Dazu schreibe ich Euch noch mal ausführlich im neuen Jahr! Jetzt heißt es für mich erstmal noch die restlichen Geschenke einpacken und dann auf in die Kirche und Weihnachten feiern!

Da Weihnachtszeit ja auch Märchenzeit ist, hier ein Märchen von einer Lauffamilie Es war einmal eine „verrückte Lauffamilie“, so fangen bekanntlich immer Märchen an. Von dieser Lauffamilie berichtete die Siegener Zeitung bereits am 27.2. 1986.Allerdings war es dort noch keine richtige Lauffamilie, denn es liefen nur die Eltern, Hildegard und Fred. Auf dem Foto des Berichtes wurden die drei Kinder stolz als Nachwuchs präsentiert. Dass die Zwillinge einmal selbst laufen würden, daran dachte damals noch keiner. Nun, bekanntlich hat sich dies geändert, was man nun auf leichtathletik.de nachlesen kann.

Wie unsere Familie Weihnachten feiert und wie sich alles entwickelt hat, könnt ihr unter folgendem Artikel erfahren. So endet denn auch das Märchen, wie denn Märchen immer enden. Da sie nicht gestorben sind, laufen sie noch immer. Die Kinder mehr, die Eltern weniger. Ich wünsche vor allem aber auch denen „Frohe Weihnachten“, die keine Familie haben oder aus irgendwelchen Gründen nicht zusammen sein können. Genießt die Zeit und erholt Euch gut und viel Spaß beim Rutsch ins neue Jahr! Vor allem ganz viel Glück und Gesundheit! Und allen Laufverrückten einen tollen Silvesterlauf! Wer noch nicht weiß, wo er laufen will, dem kann ich den Trierer Silvesterlauf nur wärmstens empfehlen!

In diesem Sinne, alles Liebe

Eure Mocki  PS.: Und noch eine Sportlerwahl! J Danke fürs Abstimmen

Team-Bronze bei der Cross-EM!

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Das hätte keiner erwartet! Bronze mit der Mannschaft!

Jeder von uns hat alles gegeben und ich bin auch glücklich, mich 6 Wochen nach meinem Marathon dies getraut zu haben! Besonders gefreut hat mich, zusammen mit Verena Dreier, meiner ehemaligen Vereins-Kollegin und ebenfalls Siegerländerin, in einem Team gewesen zu sein! Ein ausführlicher Rennbericht folgt! Lieben Gruß aus Velenje

Mocki

Danke

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Danke an alle, die mir so liebe Grüße zu meinem Geburtstag haben zukommen lassen! Besonders habe ich mich über

das Bild von Peter Lieser  und seiner neu gegründeten Laufgruppe des MTV Rethmar in Niedersachsen gefreut, die immer und immer mehr wächst! Solche Menschen, die sich so für die Jugend engagieren, müsste es noch ganz viele auf der Welt geben!

Danke Peter und mach weiter so! Ich freue mich immer, wenn ich von Dir und Deiner Gruppe höre!

Gefeiert haben mein Bruder Markus und ich dieses Jahr nicht, da wir letztes Jahr zum 30ten eine große Party veranstaltet haben und das reicht erst mal noch für die nächsten 4 Jahre! J

Für uns hieß es dann gestern Abend ab ins Training, was ja für mich die letzte anspruchsvolle Einheit vor der Cross-EM am Wochenende war. Mir machte aber gestern das kaltnasse Wetter sehr zu schaffen und ich fühlte weder Hände, noch Beine, noch Füße, da man bis auf die Unterhose nass war und der kalte Wind den Rest dazu gab! In dem Moment habe  ich  gedacht und das an Deinem Geburtstag! Anscheinend ein kleiner Vorgeschmack aufs Wochenende!

Geweckt wurde ich aber von einem leckeren Frühstück meines Freundes Georg und ganz tollen Geschenken von ihm. Zum einen gab es Karten für Peter Maffay „TABALUGA und die Zeichen der Zeit“! Da freue ich mich jetzt schon drauf, obwohl es leider noch ein ganzes Jahr dauert! Von meinen Eltern habe ich tolle Fitness – und Yoga-DVD`s bekommen, wo ich schön zuhause Alternativtraining absolvieren kann!

Jetzt geht es aber am Freitag erstmal los zur Cross-EM und ich bin sehr gespannt, wie wir uns als Team schlagen werden. Noch mehr gespannt bin ich, zu welcher Einzelplatzierung es mit meiner Form oder eher Nicht-Form reichen :-) wird!

 

Drückt uns die Daumen!!

 

Eure Mocki

Cross-EM-Qualifikaton in Tilburg

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Ich bin ehrlich…. So eine Aktion, wie ich sie am letzten Sonntag beim internationalen Cross in Tilburg gestartet habe, hätte ich mich die ganzen letzten 6 Jahre nicht getraut!

Mein letzter Start in Tilburg liegt auch genau 6 Jahre zurück und damals  wurde ich Erste und einige Wochen später bei der Cross-EM, ebenfalls in Tilburg, konnte ich meine erste internationale Silbermedaille erringen.

In den Jahren danach habe ich immer einen Herbstmarathon absolviert und mir nach der Pause einen langen und behutsamen Aufbau gegönnt. Natürlich hätte ich da auch Cross laufen können, da es eine sehr gute Art von Kraft-Ausdauer-Training ist, aber als Medaillen-Gewinnerin will ich doch nicht hinter denen herlaufen, die ich sonst im Griff habe! Man will schon in einer ansprechenden Form sein, wenn man an den Start geht! Ich eigentlich auch!

So konnte ich einen Tag nach dem Marathon, als ich mit Susanne Hahn E-Mails ausgetauscht habe, gar nicht glauben, dass sie es ernst meint, in Tilburg Cross zu laufen um sich für die EM zu qualifizieren! Ich sagte nur, nee, was soll ich da, ich will mich jetzt erstmal richtig erholen und dann habe ich eh nichts drauf um da zu laufen, geschweige denn bei der Cross-EM! Sie meinte aber noch, dass es doch noch einmal schön wäre im Team an den Start zu gehen. Ich lies dann erstmal eine Woche verstreichen, wo meine Beine sowieso keine Lust auf Laufen und erst recht nicht auf schnell laufen hatten. Als ich dann die Ergebnisse von Pforzheim verfolgte und auch merkte, dass meine ehemalige Vereinskameradin Verena Dreier Ambitionen zur Cross-EM hatte, verstärkte sich meine Lust und ich begann mit leichtem Training! In der zweiten Woche nach Frankfurt 50 Km, dann 80 Km und auch in meiner Urlaubswoche auf Teneriffa absolvierte ich 70 Km. Es fühlte sich schon wieder sehr gut an, wenngleich ich außer Steigerungen nichts Schnelles absolvierte!  Im Urlaub traf ich dann zusammen mit meinem Trainer Heinz Weber die Entscheidung einfach in Tilburg an den Start zu gehen und zu schauen was geht! Die Vorbereitung war natürlich sehr suboptimal, da ich Samstagabend um 21 Uhr erst in Düsseldorf landete und dann noch nach hause musste, da ich weder Spikes noch Wettkampf-Trikot im Urlaubsgepäck hatte! 7:30 Uhr klingelte dann Sonntag der Wecker und ich dachte, was ist denn jetzt los! Wo bin ich? Mist, Du willst doch beim Cross laufen… Habe ich die richtige Entscheidung gefällt? Egal, auf, ab nach Tilburg, Augen zu und durch! ;-)

Als der Startschuss fiel war ich nicht wirklich bei der Sache und lies den Pulk erstmal laufen! Die Spitze mit Simret Restle war mir schon um einiges enteilt und ich brauchte über 2 Runden um mich erstmal auf den dritten Platz vorzulaufen, das schnelle Laufen über Baumstämme und tiefe Kuhlen war ich doch nicht mehr so gewohnt! Zwar war ich im Ziel als Dritte 39 Sekunden hinter Simret Restle, aber ich war trotzdem glücklich und zufrieden und ging direkt zu Simret, um ihr zu gratulieren und ihr zu sagen, dass sie hoffentlich auch bei der EM starten will, damit wir eine gute Mannschaft haben! Sie will und heute habe ich die offizielle Einladung zur Cross-EM vom DLV erhalten. Wie gesagt, mir wäre eigentlich auch lieber, man hätte eine bessere Form, da ich dann auch um eine Medaille hätte mitlaufen können. Aber die Regenration nach einem Marathon hat nun mal Vorrang, da ein wichtiges Jahr ansteht. Jetzt konzentriere ich mich halt auf die Mannschaft und hoffe, dass wir zusammen so weit wie möglich nach vorne kommen! Was da möglich ist, kann man vorher nie wissen, da man um diese Zeit, viele Athleten nicht einschätzen kann. Oft besteht hier auch mal die Chance, dass bei einer Cross-EM jemand gewinnt, der das ganze Jahr nicht vorne mitlaufen kann. Das liebe ich am Cross und ich freue mich wahnsinnig auf den Einsatz.

Es ist mein erster Schritt wieder die Lockerheit zu gewinnen, die mir in der letzten Zeit abhanden gegangen ist. Man muss auch mal Mut zur Lücke haben und seine Kritiker überhören!

In diesem Sinne, wünsche ich Euch eine besinnliche Adventswoche!

Ereignisreiche Woche

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Diese Woche hatte es bisher schon ganz schön in sich, aber sie hat bisweilen auch schon sehr viel Spaß gemacht, da sie zu meinen noch nicht allzu vielen Trainingseinheiten mal eine schöne Abwechslung war.

So war ich am Dienstagabend von meinem Sponsor Polar zu seinem 20-jährigen Jubiläum eingeladen. Nach einer einstündigen Weinberg-Wanderung fanden wir uns für die Feier in den Räumen des Klosters Johannisberg im schönen Rheingau wieder. Hier gewährte der Chef Dierk Feyerabend allen Gästen noch einmal Einblicke in die Entstehung der Firma und die tolle Entwicklung.

Für mich war es auch mal schön, die Mitarbeiter kennen zu lernen, die man sonst nur am Telefon hat oder mit denen man gar nur via Mail kommuniziert. Danke noch mal an Polar für den schönen Abend und die schon lang währende erfolgreiche Zusammenarbeit!

Am Mittwoch ging es dann nur 36 Km entfernt zum Militärischen Dienst bei der Bundeswehr in Mainz! Hier stand, wie mindestens einmal im Jahr, die Ausbildung „Helfer im Sanitäts-Dienst, auf dem Programm! Im Sprachgebrauch kann man auch sagen unsere Ersthelfer-Kenntnisse wurden aufgefrischt, was ja auch für das Privatleben von besonderer Bedeutung sein kann und es ist schockierend wie schnell man lebensnotwendige Dinge, die anderen das Leben retten können, wieder vergisst.

Heute wurde ich dann auch noch von einem Fernseh-Team von Sat-1 Rheinland-Pfalz/ Hessen begleitet, was natürlich meinen Aufregungsgrad noch um einiges steigerte. Man möchte ja versuchen alles richtig zu machen, aber es ist halt auch nicht so einfach! Aber dafür finden ja solche Dienste statt und ich finde das sehr gut! Zum Schluss stand dann für alle Soldaten eine Übung auf dem Programm, wo ich dann noch eine Kamera auf meinen Helm

( siehe Foto ) befestigt bekam. Das „Dumme“ war nur, dass mir der Helm während der Bergung eines Verletzten immer runterrutschte. Man darf gespannt auf die Bilder sein und ich werde Euch natürlich informieren, wo und wann die Sendung ausgestrahlt wird.

Auch diese Woche komme ich wieder auf 5 Laufeinheiten und ungefähr 80 km, letzte Woche waren es 50 km! Noch steht Alternativ-Training wie Fahrrad fahren und Kraft weiter im Mittelpunkt!

So langsam neigt sich das Jahr 2011 dem Ende und das heißt immer Hochkonjunktur für Ehrungen und Sportlerwahlen! So bin ich auch für die Wahl zur Sportlerin des Jahres in Rheinland-Pfalz nominiert! Unter folgendem Link könnt ihr, wenn ihr wollt, für mich abstimmen.

http://www.landessportlerwahl.de/

Ganz vielen lieben Dank und bis nächste Woche

Eure Mocki

Es kann nur einen geben….

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UND DER HEISST HEINZ WEBER!
Wie ihr in der letzten Woche ja erfahren habt, ist Thomas Eickmann schon seit einiger Zeit nicht mehr mein Trainer! Er hat gesundheitliche Probleme und muss sich höchstwahrscheinlich nächstes Jahr an den Knien operieren lassen! 

Und da er vielleicht dann eine längere Auszeit nehmen muss, hatte er Angst, dass er mich nicht ausreichend betreuen könnte, was in so einem Olympiajahr einfach zu grosse Priorität hat. Da wir ja eine Stunde voneinander entfernt wohnen, gestaltete sich die Zusammenarbeit auch nicht so einfach, wie wir zuvor gedacht haben. Nach einem harten Tempo-Training im Auto zu sitzen ist halt auch nicht wirklich prickelnd und gut für die Regeneration. Lieber Thomas „Danke“ für die gute Zusammenarbeit und ganz viel Glück und Gesundheit für die Zukunft.

Was macht man nun 7 Monate vorm absoluten Saison-Höhepunkt? Noch mal jemand anderes zu Rate ziehen? Nein, dafür habe ich mit 30 Jahren schon zu viel eigene Erfahrung gesammelt und weiss mittlerweile was zu tun ist. Da mein alter Trainer Heinz Weber, genannt „Heiner“ mich am besten kennt und mich zu dem gemacht hat, was ich bin, kann nur der Weg mit ihm zu Olympia führen. Er ist mit seinen stolzen 74 Jahren immer noch so fit im Kopf, dass er  mir mit guten Ratschlägen zur Seite stehen kann! Einmal ist er auf jeden Fall in der Woche vor Ort und kann das Training aus nächster Nähe kontrollieren und eingreifen.

Wenn es seine Knie, die auch ihm zu schaffen machen, zulassen, werden wir uns auch bestimmt wie früher wieder zweimal in der Woche sehen und das ist einfach wichtig! Wichtig ist auch, wie bereits bekannt, mein Bruder Markus geworden, der ein sehr guter Trainingspartner ist und mich zusätzlich im Training fordert.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich Heiner bin, das er mir eine „zweite“ Chance gibt und sich der Herausforderung noch einmal stellt.

Zeit für eine kleine Analyse hatte ich schon und dementsprechend werde ich die Olympia- Saison ganz anders aufbauen als in den letzten 3 Jahren.

Sobald die Planung fix ist, werde ich Euch natürlich an dieser Stelle darüber informieren.

Die erste Woche nach Frankfurt hat es mich nur einmal in den Wald zum Laufen verschlagen, weil einfach Kopf und Körper nur müde und leer waren. Dafür ging es aber mal Spazieren mit meinem Freund Georg, wobei dieser schöne Schnappschuss entstanden ist.

Die letzte Woche hatte ich schon wieder viel mehr Lust und neben Alternativ-Training wie Cross-Trainer, Krafttraining und Laub kehren Zwinkernd wurden es schon wieder 5 lockere Laufeinheiten.

So langsam wird das Pensum dann wieder gesteigert und dann geht es in zwei Wochen wieder richtig los und die Saison Olympia kann beginnen.

Ganz lieben Gruß

Eure Mocki

DAS RENNEN

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RENNANALYSE
„Schade“ war die Überschrift der letzten News direkt nach dem Marathon in Frankfurt.
Diese News hat mein Vater geschrieben, da ich gestern noch am Hockenheimring war und fleißig Autogramme bei meinem Sponsor „orthomol-sport“ geschrieben habe und somit noch keine Zeit für ausführliche News hatte.

Aber mein Vater hat recht und er kann dieses „Schade“ gut einschätzen, da er mich einige Male in meiner Marathon-Vorbereitung bei den langen Läufen begleitet und unterstützt hat. Auch bei meinem 25km-TDL den ich an der Obernau-Talsperre absolviert habe, war er dabei und konnte es nicht fassen, wie hart ich trainieren kann und gegen mich gehen kann! Er ist ja selbst früher Marathon gelaufen und hält nach wie vor den Familien-Rekord von 2:24:59 und sagte, dass er früher nicht so hart trainieren konnte. Nach diesem Test meinte er, diesmal müsste ich es doch schaffen. Das habe ich auch geglaubt und bin voller Vorfreude an den Start in Frankfurt gegangen. Wir hatten uns vorgenommen mindestens bis zur Hälfte die Kilometer in 3:27 min abzuspulen und dann mal schauen…. Aber es kam dann doch wieder anders! Bis Kilometer 10 waren wir gut im Plan und dann liefen wir bis Kilometer 15 im Schnitt 3:24 min und bis Kilometer 20 einen Schnitt von 3:25 min. Währenddessen dachte ich mir schon, hoffentlich ist das nicht zu schnell, aber ich verwarf schnell den Gedanken und sagte mir, das ist Dein Tag, was andere können, das kannst Du auch und machte selbst mit Druck in der Gruppe! Ab Kilometer 30 merkte ich schon, dass es schwer würde noch groß zuzulegen, aber wir hatten jetzt so viel Puffer und wenn man nicht deutlich langsamer wurde, klappte das allemal mit der Bestzeit! Wir waren zu fünf Frauen in der Gruppe und ich turnte weiter vorne rum und bei Kilometer 33 dachte ich mir noch, dass ich als Siegerin dieser Gruppe hervor gehen würde, da die anderen auch keinen großen Druck mehr machten. Einen Kilometer später sah die Welt dann schon anders aus, ich setzte mich an den Schluss der Gruppe und dachte mir, versuche dran zu bleiben und warte bis ins Ziel, es wurde irgendwie schwer! Bei Kilometer 35 rief mir meine Mutter noch zu:“ Super, das wird Bestzeit!“
Und dann ging alles ganz schnell, von jetzt auf gleich machten meine Beine zu und ich hatte, das Gefühl ich renne gegen eine Wand. Die Kilometerabschnitte wurden merklich langsamer und ich absolvierte den Abschnitt von Km 35 – 40 in 3:42 min/km. Der ganze Puffer schmolz dahin. Mein Vater rief noch mal „Komm“ aber ich seufzte nur: „Papa, es geht nichts mehr“!
Ich hätte da schon heulen können… mein ganzen Jahr ging mir durch den Kopf, meine ganze Vorbereitungszeit auf den Marathon, die doch so gute Form, alles “hinüber“, die Sekunden und dann Minuten summierten sich. Ich wusste, es wird keine Bestzeit mehr, aber ich sagte mir, kämpfe Dich irgendwie in die Festhalle!
Das es ein Kampf war, zeigen deutlich die letzten 2 Km, wo ich gerade noch unter 4min/Km blieb! Eine große Hilfe war mir dann noch Katharina Heinig, die als Staffelläuferin auf mich auflief und mich bis zur Festhalle noch antrieb! Danke noch mal an dieser Stelle. Ich bekam wie kleine Blitze in den Beinen und nur noch der Kopf gab die letzten Befehle. Die Zeit war mir dann egal, mein Körper hatte keine Kraft mehr! Im Ziel war ich so froh, dass ich einfach nur mal liegen konnte, dabei sackte aber mein Blutdruck so ab, dass ich erstmal gar nicht wusste, wo ich war! Ich kam auf der Trage aber schnell zu mir und dachte nur an meinen Zwillingsbruder Markus, der ja bald ins Ziel kommen musste! Als wir aber im Aufzug zum San-Bereich fuhren, gab es für mich kein schnelles Zurückkommen zum Ziel, da die Sanitäter erst ihrer Pflicht nachkommen mussten. Das passte dann auch noch, jetzt verpasse ich meinen Bruder. Mist! Als ich dann endlich wieder im Ziel stand und mir keiner sagen konnte, ob Markus schon im Ziel war, wartete ich natürlich vergeblich und ich dachte mir auch, dass Markus doch nicht auch so eingebrochen sein konnte. Irgendwann erlöste man mich bei meinem Warten und man führte mich zu meinem Bruder, wo ich dann meinen Tränen nur noch freien Lauf lassen konnte. Erstmal freute ich mich über seine tolle Bestzeit von 2:34:41 und dann machte ich meiner Enttäuschung nur noch Luft.
Er sagte dann auch, dass es viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt, als einen Marathon in den Sand zu setzen. Da hat er auch vollkommen recht, aber es ist „Schade“, wenn man es selber in der Hand hatte und nicht vernünftig umgesetzt hat. Und es ist „Schade“ um die vielen Entbehrungen im Vorfeld, nicht nur für mich sondern auch für mein ganzes Umfeld.
Ganz klar lag der Fehler in den Kilometerabschnitten von Kilometer 10 – 20, die zu schnell waren! Wäre ich weiter ruhig gelaufen, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich eine Zeit knapp unter 2:26 drauf gehabt hätte. Aber wenn, hätte, aber gibt es jetzt nicht mehr, ich schaue jetzt nach vorn und bin froh, dass ich den Kampf um Plan B nicht verworfen habe und die Olympianorm mit meiner Zeit von 2:28:08 noch deutlich unterboten habe.
Ganz kurz kann ich vielleicht noch zu dem Jahr 2011 sagen, dass es sportlich gesehen, einfach nicht mein Jahr war! Von Anfang an bin ich auch hier gegen eine Wand gerannt, habe immer mehr im Training investiert und bin nur noch mehr gegen die Wand gelaufen.
Wenn ein Ergebnis nicht so war, wie ich es mir erhofft habe, habe ich immer noch versucht das Positive zu sehen und weiter zu kämpfen! Aber es wurde immer mehr zu einem Kampf!
Natürlich muss man kämpfen, aber der Spaß darf nicht ganz fehlen! Nach den Deutschen Meisterschaften in Kassel gelang es mir auch den Schalter umzudrehen, und der Spaß am Training kehrte zurück. Deshalb ist es nochmals schade, dass ich es zum Schluss nicht richtig umgesetzt habe.
 
Es kann halt nicht immer nach vorne gehen und ich werde das Jahr jetzt in Ruhe reflektieren und hoffe, die richtigen Schlüsse für nächstes Jahr daraus zu ziehen.
Die nächsten 3 – 4 Wochen werde ich versuchen mal ganz abzuschalten und vielleicht geht es noch eine Woche mit meinem Freund in die Wärme!
Dann heißt es eine gute Grundlage für das Olympia-Jahr zu schaffen!
Einen schönen Satz hat mir am Wochenende noch Herbert Steffny mit auf den Weg gegeben, mit dem ich diese News jetzt abschließen werde!
Erfolg ist die Kunst der Beharrlichkeit. Das Leben ist ein Marathon!
 
Bis bald
 
Eure Mocki

SCHADE!!

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Schade, weil ich sehr viel investiert habe und doch leider mein Ziel nicht erreichen konnte. 2:28:08 bedeuten zwar die Qualifikation für Olympia 2012, aber ich hatte mir schon eine Bestzeit für dieses Rennen vorgenommen.

Bis HM in 1:12:40 lief auch alles nach Plan, aber offensichtlich stimmte die Prognose für dieses Rennen nicht. Ich war offensichtlich nicht in der Lage heute eine Zeit unter 2:26 zu laufen, demzufolge kam dann der Einbruch bei 35 km. Nun, es gilt alles in Ruhe zu analysieren. Ich denke, ich werde mich zu diesem Thema in Kürze noch mal zurückmelden. Etwas Trost kann ich zumindest in dem Ergebnis meines Zwillingsbruder Markus finden, denn der konnte in seinem 2. Marathon die bisherige Bestzeit um 11 Minuten auf  2:34:41 verbessern.

Letztes update

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LETZTES UPDATE!
13 Wochen habe ich mich jetzt nun intensiv auf den Frankfurt-Marathon nächste Woche vorbreitet. Das große Ziel rückt immer näher und ich freue mich drauf! Heute habe ich meinen letzten langen Lauf absolviert! Begleitet wurde ich von meinem Bruder Markus und meinem Papa auf dem Fahrrad!

Bei kühlen, windigen aber zum Glück sonnigem Wetter absolvierten wir die 34,5 km im Schnitt von 4:29 min/km auf einer Runde mit 400 Höhenmetern, was aber trotzdem sehr locker war!

Jetzt heisst es bis Sonntag frisch werden. Nur Dienstag sprechen wir noch mal im Training das Marathon-Tempo an, ansonsten kann man jetzt nichts mehr bewegen.

Dies will ich auch nicht, da ich mit den letzten 3 Wochen nach Köln überaus zufrieden bin!

Ich möchte nicht zu viel über mein Training preisgeben, da es einen nur unnötig unter Druck setzen würde und da ich mir eh schon den meisten Druck selber mache, reicht dies.

 

Die Zeichen stehen sehr gut und wenn das Wetter mitspielt werde ich auf jeden Fall versuchen meine bisherige Bestzeit von 2:26:21 zu unterbieten.

Auch mein Bruder Markus wird am Start sein und seine Zeit  von 2:45:16 aus dem letzten Jahr versuchen zu pulverisieren. Ich muss sagen, wir waren uns bis heute auch gegenseitig eine super Motivation im Training und konnten das ein oder andere zusammen machen! Bei den letzten Bahnprogrammen konnte Markus immer die erste Hälfte mit mir mittrainieren und somit fielen mir dann die letzten Kilometer auch alleine  leichter! Zweimal hatten wir nur das Pech, dass wir auf der Bahn in Betzdorf regelrecht gebadet wurden, aber geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid!

Letzten Mittwoch stand dann noch eine Leistungsdiagnostik in Köln an, was uns einen sehr guten Überblick über unseren aktuellen Leistungsstand gegeben hat und noch mehr Sicherheit!

Sehr gute Werte und gutes Training zahlen sich aber erst aus, wenn man es mit seinem Körper und Geist auch im Wettkampf  umsetzen kann!

Den Marathon könnt ihr Sonntag, den 30.10.11 ab 10 – 14 Uhr im Hessischen Rundfunk live mitverfolgen!

Am Montag den 24.10.11 werde ich vorher noch zu Gast bei der Sendung Heimspiel, ebenfalls im Hessischen Rundfunk ab 22:45 Uhr zu sehen sein.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=24544

Gut das die Sendung aufgezeichnet wird, so dass ich nicht allzu spät ins Bett komme!

In diesem Sinne, drückt uns die Daumen!

Ich wünsche auch allen 15.000 Startern ein gutes Rennen, dass ihr Euer Ziel erreicht und vor allem gesund und halbwegs munter die Festhalle erreicht!

Bis nächste Woche

Eure Mocki

1. Platz in Köln-Halbmarathon

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Mit meinem letzten Test vor dem Marathon in Frankfurt bin ich mittlerweile sehr zufrieden. Was ich mit mittlerweile meine, könnt ihr Euch ja denken! Mein Ziel war ja eine Zeit von unter 1:10 h/min.

Anscheinend war ich aber nach den letzten beiden trainingsintensiven Wochen und einem „Langen Lauf“ mit Endbeschleunigung vom Dienstag zuvor noch nicht ganz frisch und erholt!

Der erste Kilometer, für den ich 3:21 min benötigte, deutete dies schon an! Mit meinem Tempo-Macher Edwin versuchte ich zwar von Km 3 – Km14 das Tempo etwas zu forcieren, kam aber immer wieder auf das Tempo um die 3:20 min/km zurück!

Was aber doch für mich sehr von Bedeutung war im Hinblick auf Frankfurt ist die Tatsache, dass ich das Gefühl hatte, wenn wir das Tempo minimal drosseln, ich viel weiter hätte laufen können! Das stimmt mich weiter positiv für meine letzten 3 Wochen Vorbereitung auf Frankfurt. Auch bei meinem gestrigen Dauerlauf war ich schon wieder sehr gut erholt, so dass ich ab jetzt noch gute 3 Wochen hartes Training vor mir habe!

Die Bedingungen waren absolut topp, da wir schon um 8:30 Uhr auf die Strecke geschickt wurden. Der absolute Hammer waren natürlich wieder die Kölner Zuschauer, die schon so früh zahlreich an der Strecke standen und für tolle Stimmung sorgten.

Auch mein Bruder Markus war wieder am Start, da auch er sich auf Frankfurt vorbereitet.

Er kam mit 1:12:29 h/min ins Ziel.

Gestern konnte ich auch noch eine kleine Premiere feiern und zwar beim ersten ausgetragenen Mocki-Cup.

Hier konnten verschiedene Grundschulen aus dem Kreis Siegen mitmachen und gegeneinander im Einzel und in der Staffel laufen. Besonders stolz war ich, dass die Grundschule Wilgersdorf die Gesamtwertung gewonnen hatte. Hier bin ich ja schliesslich auch zur Grundschule gegangen. Zweiter wurde die Grundschule Obersdorf, wo ich jetzt wohne. Schön war zu sehen, dass unter den über 100 Kindern einige Talente zusehen waren und die Lehrer sie auch fördern. Hoffentlich bleiben sie am Ball. Ein Dank gilt hier der Firma SMD www.smd-sanierung.de, die diese Aktion gesponsert hatte und Uwe Gottschalk http://www.gottschalkuwe.de/start.htm?erfolg_mit_schuss.htm, der für die Organisation und Durchführung zuständig war.


Letzter Test Köln

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LETZTER TEST IN KÖLN.
Am kommenden Wochenende werde ich im Rahmen des Köln-Marathons an der Startlinie des Halbmarathons stehen und dort meinen letzten Testlauf vor Frankfurt bestreiten!

Die letzten zwei Wochen nach der DM in Oelde habe ich mit 207 und 208 Kilometern pro Woche noch einmal schön an meiner Grundlagenausdauer gefeilt und bin sehr zufrieden mit meinem jetzigen Leistungsstand!

Natürlich habe ich mir auch Berlin angeschaut und war sehr beeindruckt vom neuen Weltrekord durch Patrick Makau und auch von dem starken Rennen von Irina Mikitenko und dem tollen Comeback von Paula Radcliffe!

Jetzt geht es für mich in die heiße Phase und zurzeit macht es bei dem tollen Wetter ja auch noch richtig Spaß zu Trainieren.

Für Sonntag habe ich mir aber nicht unbedingt einen neuen Streckenrekord oder gar eine neue Bestzeit vorgenommen, wie es überall in den Gazetten steht!

Ich habe Dienstag noch ein sehr hartes Training absolviert, da die Vorbereitung auf Frankfurt einfach Vorrang hat!  Ich denke, ich werde auf eine Zeit knapp unter 1:10 h anlaufen und dann werde ich sehen, was auf den letzten Metern noch geht!

Auf jeden Fall freue ich mich auf die Abwechslung zum harten Trainingsalltag und auf einen kleinen Vorgeschmack auf Frankfurt! Bei dem vorhergesagten Wetter werden ja vielleicht auch schon morgens um 8:30 Uhr, wenn der Halbmarathon gestartet wird, einige Zuschauer an der Strecke stehen und für die schöne „Kölsche Stimmung“ sorgen.

Heute wurde ja das Starterfeld der Frauen für Frankfurt bekannt gegeben und da könnt ihr sehen, dass es keine leichte Aufgabe wird! Aber ich nehme die Herausforderung gerne an! J

Auf der Seite von Achim Achilles erfahrt ihr mehr dazu!

http://www.achim-achilles.de/newsticker-nachrichten-rund-um-laufen-marathon-und-triathlon/18626-frankfurt-marathon-gibt-elitefeld-der-frauen-bekannt.html

Jetzt wünsche ich erstmal allen Starten von Köln ganz viel Glück und gesund ins Ziel zu kommen! Wir sehen uns!

Eure Mocki

Sieg in Oelde

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SIEG IN OELDE.
Am Samstag, den 10.9.2011 konnte ich zwar meine Titelsammlung von Deutschen Meisterschaften auf sage und schreibe 32 erhöhen, aber es war mein erster Titel über 10 Km auf der Straße!

Mein letzter Start bei den 10Km-Meisterschaften war 2008 in Karlsruhe, wo ich mit damaliger Bestzeit von 31:50 „nur“ Zweite hinter Irina Mikitenko wurde, die mit Deutschem Rekord von 30:57 min gewann und zwei Wochen später ihren Deutschen Rekord von 2:19:19 h/min beim Marathon in Berlin folgen ließ.

3 Jahre später standen die Zeichen gut, dass es noch einmal zur Revanche kommen sollte.

Die Strecke in Oelde war zwar nicht die schnellste, da man auf dem Rundkurs viermal eine ganz schön langgezogene Steigung von ca. 500 m zu bewältigen hatte und runter um viele Ecken laufen musste! Tja, und das Wetter war diesmal mit schwülwarmen 28 Grad deutlich wärmer als damals!

Am Start suchte ich aufgeregt nach Irina, aber sie war nicht zu sehen und der Start ging ohne sie los.

Der Startschuss lies mich zwar meine Beine in Bewegung setzen, aber hauptsächlich war ich in Gedanken, wie ich mein Rennen nun gestalten sollte! So sehr hatte ich mich schon die ganze Woche auf dieses Duell mental vorbereitet.

Ich stolperte erst mal rum und entschied mich dann mein eigenes Rennen zu laufen! Ich wusste, dass es im Alleingang ganz schwer werden würde, merkte aber, dass ich doch ein gutes Tempo laufen konnte und setzte mir dann zum Ziel, meine Saisonbestmarke von 32:22 min, gelaufen in Leverkusen, zu unterbieten.

Bei Kilometer hatte ich ungefähr eine Durchgangszeit von 16:06 min, darauf  ließ ich 16:08 min folgen und war dann in 32:14 min zufrieden im Ziel.

Susanne Hahn folgte als Zweite in 33:39 min und Simret Restle komplettierte das Podium in 33:51 min!

Diesmal hatte ich sogar mit Katharina Muhl, die 41:24 min für die Strecke benötigte  und meiner „flotten Mama“ Hildegard, die mit 43:49 min den dritten Platz in der Altersklasse W55 erreichte, eine Mannschaft für die LG Sieg am Start und wir konnten uns über einen tollen 5.Platz freuen.

Auch mein Bruder Markus lies seinem guten Training eine schnelle Zeit folgen und lief persönliche Bestzeit in 33:11 min!

Die nächsten zwei Wochen stehen noch mal ganz im Zeichen von hartem Training und hohen Umfängen um die 200 Km bis ich dann am 02.10. beim HM in Köln meinen letzten Formtest vor dem Frankfurt - Marathon absolvieren werde.

Anbei ein Link zu Leichtatletik.de