geht es wieder ab in den Flieger nachhause! 161 Km habe ich die letzte Woche aufgeteilt in 13 Einheiten abgespult und somit kann ich den Monat März mit 583 km abschließen. Das ist auch mein erster Monat in diesem Jahr. Ich hoffe, dass es so weiter geht, dann mache ich mir um meine Olympia-Qualifikation keine Sorgen. Auch in der letzten Woche konnte ich bei den Dauerläufen deutlich an Geschwindigkeit zulegen, trotz drei harter Trainingseinheiten, die zu bewältigen waren. Den Anfang machte am Dienstag ein 16x200m – Programm mit 200m Trabpausen von max. 75 Sek, ich begann mit 37 Sekunden und endete mit knapp unter 33 Sekunden und einem Schnitt von 35 Sekunden. Voller Übermut lief ich dann nachmittags die 10 Km in einem Schnitt von 4:17 min/km mit einem letzten Kilometer von 3:25 min den Berg runter zum Camp, denn ich sonst noch nie schneller als 5 min hoch geschafft habe. Das sollte sich natürlich rächen und so war ich Mittwoch doch sehr müde und lief für mich alleine, damit ich nicht wieder dazu verleitet wurde, schneller als mein eigenes Tagestempo zu laufen. Das gelang mir auch gut und bis Donnerstag hatte ich mich halbwegs wieder erholt. Hier standen 15x400m mit 2min Trabpause auf dem Programm. Mit einem Schnitt von 76 Sekunden kann ich zum jetzigen Zeitpunkt ganz zufrieden sein. Freitag war dann ein lockerer Tag mit nur einer Laufeinheit und der berühmten Turnstunde mit den schnellen Kenianern, wo es zwei Stunden ausschließlich um Kräftigung, Fußgymnastik und Dehnen geht.
Samstagmorgen wachte ich dann schon um 5 Uhr auf, da mir mein linkes Auge Schmerzen bereitete, Freitag hatte ich beim DL anscheinend ein Sandkorn oder irgendetwas ins Auge bekommen und es schmerzte höllisch. Unbedingt wollte ich aber den schnellen Dauerlauf machen, da ich mich gut fühlte. Also Linsen rein, Sonnenbrille auf, Augen zu und durch. Das klappte super und ich lief 12 Km in 44:05 min, bei 10 Km hatte ich 36:27 min und wieder um über eine Minute schneller als letzte Woche. Das Programm hätte noch besser sein können, wenn wir nicht auf die Straße gemusst hätten, da im Stadion ein Sportfest stattfand. Wichtig war aber die Belastung und dann muss man halt auch mal flexibel sein. Danach zog ich schnell meine Linsen wieder aus und es wurde immer schlimmer mit meinem Auge. Nachmittags stand zum Glück nur eine Massage bei Simeon an und abends verschwand ich ganz schnell im Bett. Das war auch gut so, da morgens um 6 Uhr die Dopingkontrolle an der Tür klopfte um einige von unserer Gruppe zu kontrollieren. Find ich gut, dass die Nada auch mal eine Reise in solche Länder macht.
Ich war eh wach, da mein Auge jetzt richtig dick war und ich eigentlich entschieden hatte, so läufst Du keine 20 Km, das geht nicht. Aber irgendwie kommt ja dann doch wieder der Wille durch und das schlechte Gewissen und so verbanden wir mein linkes Auge behelfsmäßig. Und es ging, war nur ein wenig komisch und ich musste mich mehr auf die Gruppe verlassen. Seit Mitte der Woche ist ja auch Arne Gabius, der ja bekanntlich Arzt ist, hier und hat mir Augentropfen gegeben. Nun geht es schon viel besser und ich hoffe ich kann die letzten 3 Trainingseinheiten wieder ohne Augenbinde absolvieren.
Hier beginnt nun auch die Regenzeit, auf die viele Bauern schon sehnsüchtig gewartet haben, und so kann man sich so langsam auch wieder an das Wetter in Deutschland einstellen, was ja überwiegend nicht so freundlich sein soll.
Ich freue mich auch jetzt tierisch auf zuhause, auf meinen Freund, auf meine Familie und, dass ich Ostern mit ihnen zusammen sein kann.
Die nächsten 10 Tage nach der Höhe werden ja vom Training her, relativ entspannt und dann wird sich zeigen, ob es der richtige Weg war, so kurz nach der Verletzung in die Höhe zu fahren.
Mein Gefühl sagt mir aber „Ja“ und das ist ein gutes Zeichen!
In diesem Sinne
Eure Mocki